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Der nächste SQL Server von Microsoft kommt 2008

10.05.2007 | 11:21 Uhr |

Microsoft hat erstmals angedeutet, in welche Richtung sich seine Datenbank "SQL Server" mit dem nächsten Release im kommenden Jahr weiterentwickeln wird.

Das Motto für die unter dem Codenamen "Katmai" entwickelte neue SQL-Server-Version könnte man mit "Business Intelligence für die Massen" formulieren. Wohl nicht ohne Grund kündigte Microsoft Katmai deswegen auch im Rahmen seiner ersten Business Intelligence Conference in Seattle an.

"Wir haben SQL Server mit dem Ziel entwickelt, allen Unternehmen unabhängig von Größe oder Budget eine Plattform zur Datenverwaltung und -analyse zu bieten", kündigte Ted Kummert an, Corporate Vice President des Bereich Data and Storage Platform. "Mit der Veröffentlichung von Katmai gehen wir den nächsten Schritt unserer Datenplattform-Vision und liefern eine umfassende und integrierte Business-Intelligence-Lösung. Indem wir die Nutzbarkeit von Daten über das ganze Unternehmen hinweg erweitern, bieten wir Kunden mehr Wert für ihre IT-Investitionen."

Hinter diesen Marketing-Worthülsen verbirgt sich konkret eine engere Verzahnung von SQL Server mit Excel 2007, Excel Service, Office SharePoint Server sowie dem Office PerformancePoint Server 2007 (den gegenwärtig rund 6000 Mittelständler als Beta ausprobieren).

Die Microsoft-Datenbank soll künftig außerdem Reports beliebiger Größe und Komplexität sowohl für den internen Gebrauch als auch für externe Partner und Lieferanten ausspucken. Dafür hat Microsoft unter anderem auch den "OfficeWriter" von SoftArtisans aufgekauft, mit dem Anwender Reports in Word und Excel erstellen können.

Generell soll SQL Server Katmai noch besser skalieren, um für die zu erwartende "Datenexplosion" gewappnet zu sein, und praktisch beliebige Daten verwalten können, darunter relationale Daten, Dokumente, geographische Informationen und Extensibe Markup Language (XML). Entwicklern sollten die integrierten Werkzeuge Visual Studio und .NET Framework entgegenkommen, die es laut Microsoft erlauben, neue Anwendungen mit höherer Datenabstraktion zu erstellen und Daten von praktisch jedem Endgerät mit dem zentralen Speicher zu synchronisieren.

Wie üblich bleibt aber erst einmal abzuwarten, ob der Hersteller all diese Versprechungen wirklich inhaltlich umsetzt und termingerecht abliefert. (tc)

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