690816

DVD-Cracker vorerst verschont

03.01.2000 | 00:00 Uhr |

Anbieter von DVD-Crack-Software können vorerst aufatmen: Sie

Anbieter von DVD-Crack-Software können vorerst aufatmen: Sie dürfen weiterhin Programme zum Download offerieren, die DVDs entschlüsseln, oder auf andere Websites mit Informationen über das Verschlüsselungsverfahren CSS verweisen. Am 14. Januar beginnt das Hauptverfahren, in dem ein endgültiges Urteil gefällt wird. Dies meldet die PC-WELT-Online-Schwester Tecchannel.

Die Copyright Control Association (CCA) ist also vorerst damit gescheitert, Websites schließen zu lassen, die die Knacksoftware bereitstellen oder Links auf solche Sites anbieten. Die CCA begründete ihren Antrag damit, dass der Programmierer der Crack-Software DeCSS gegen eine DVD-Lizenzvereinbarung verstoßen und damit Handelsgeheimnisse illegal veröffentlicht habe.

Die Lizenzvereinbarung muss akzeptiert werden, um beispielsweise Software-Player installieren zu können. Ohne eine solche Software konnte er jedoch laut CCA nicht an den Schlüssel gelangen, mit dem DeCSS die DVDs dekodiert.

Laut Prozessbeobachtern zeigte sich der Richter sichtlich beeindruckt von der Aussage, dass man den Schlüssel nicht benötige, um DVDs zu kopieren. Die CCA argumentierte weiter, DeCSS sei ausschließlich mit dem Ziel illegaler DVD-Kopien programmiert worden.

Die Beschuldigten erklärten dagegen, DeCSS sei lediglich entstanden, um einen Software-Player für Linux zu schreiben. Dieser Sichtweise folgte der Richter des Bezirksgerichts in Santa Clara und wies nach über sechs Stunden den Antrag auf einstweilige Verfügung am Dienstag Abend ab. (PC-WELT, 03.01.2000, he)

Lobby attackiert DVD-Knacker

0 Kommentare zu diesem Artikel
690816