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DVD-Besprechung: Bärenbrüder

27.09.2004 | 06:44 Uhr |

Der junge Indianer Kenai gibt einem Bären die Schuld am Tod seines ältesten Bruders, nimmt Rache am wilden Tier und zieht damit den Unmut der Götter auf sich. Diese verwandeln Kenai zur Strafe selbst in einen Bären. Fortan lernt er die Welt mit anderen Augen kennen. Disneys 44. abendfüllender Zeichentrickfilm war trotz uramerikanischer Thematik im "alten Europa" erfolgreicher als in seinem Heimatland.

Urteil

Der stellenweise recht moralinsaure Film kommt erst in der zweiten Hälfte in Fahrt. Außerdem mangelt es ihm trotz manch possierlicher Tiercharaktere an den sonst so beliebten skurrilen Typen oder auch Bösewichtern, die "König der Löwen", "Lilo & Stitch" oder "Mulan" zu Hits gemacht haben. Dennoch steht er in der Tradition großer Familienfilme und überzeugt mit seinen faszinierenden Animationen.

Die THX-zertifizierte Disc folgt dem gewohnt hohen Standard der vorangegangenen DVDs aus dem Hause Disney. Das nahezu rauschfreie Bild besticht durch seinen hervorragenden Kontrast und eine Farbbrillanz, die eine ganz besondere Atmosphäre schafft. Der Ton hält mit: Surround-Effekte wie dezentes Vogelzwitschern oder das wuchtige Grummeln von Geysiren sind sauber und mit Sorgfalt auf sämtliche Kanäle verteilt.

Die Extras sprechen kleine und große DVD-Fans an, sind aber nicht ohne Makel: Die interaktiven Spiele sind weder synchronisiert noch mit Untertiteln versehen. Für Kinder, die des Englischen nicht mächtig sind, mag das eher Frust als Lust bringen. Und warum zwei weiteren Features mit englischem Originalton zwar türkische aber keine deutschen Untertitel spendiert wurden, weiß wohl nur der große Manitu.

Wertung

Gesamt

7,25 (von 10 Punkten)

Film (25 %)

6

Bildqualität (25 %)

9

Tonqualität (25 %)

7

Ausstattung (25 %)

7

Besonderheiten Ausstattung

Audio-Kommentar der "Hauptdarsteller", Musikvideo, verpatzte Szenen, mit einer Einführung der Beteiligten versehene drei zusätzliche Szenen als Storyboards, mit Einleitung des Komponisten versehener zusätzlicher Song, Bilder von den Choraufnahmen zu einem Song, mit Audio-Kommentar versehene Skizzen und Konzeptzeichnungen, Kurzbericht über die Soundeffekte, zwei interaktive Spiele - davon eines mit 10 kurzen Tierportraits sowie Kurzerzählungen von drei indianischen Bärenlegenden.

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