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DVD-Anwälte verraten Programmcode

Im Prozess um das Entschlüsslungsprogramm DeCSS, mit dessen

Im Prozess um das Entschlüsslungsprogramm DeCSS, mit dessen Hilfe der Kopierschutz von DVDs überlistet werden kann, ist den Anwälten ein peinlicher Fehler unterlaufen.

Sie hatten im Prozess argumentiert, dass durch die Verbreitung des Crack-Programms Handelsgeheimnisse verletzt würden, und wollten deshalb die Verbreitung über das Internet stoppen. Jetzt hat sich herausgestellt, das die Anwälte der Medienindustrie versehentlich selbst den Programmcode veröffentlicht haben. Er war in einer Beweisschrift aufgelistet, und stand für die Öffentlichkeit seit dem 17. Januar auf den Sites des Gerichtshofes von San Jose zum Download bereit. Nach US-Berichten erfreute sich der "offiziell" zur Verfügung gestellte Code großer Beliebtheit. Die Beweisschriften wurden erst durch einen am 26. Januar erlassenen Beschluss von Richter William J. Elfving nachträglich als vertraulich eingestuft.

Experten sind sich im Moment noch uneinig, ob diese Unachtsamkeit Konsequenzen für das laufende Verfahren hat. (PC-WELT, 28.01.2000, tro)

Gericht stoppt DVD-Crack-Software (PC-WELT Online, 25.01.2000)

DVD-Cracker vorerst verschont (PC-WELT Online, 03.01.2000)

Lobby attackiert DVD-Knacker (PC-WELT Online, 29.12.99)

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