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DVB-H wagt erneuten Anlauf

Die Landesmedienanstalten wollen dem bisher recht glücklosen DVB-H-Standard nun doch zum Durchbruch verhelfen.

Bisher kam der DVB-H-Standard in Deutschland kaum über vereinzelte Testphasen hinaus. Die Landesmedienanstalten wollen dem hierzulande kaum genutzten Handy-TV-Format nun zu neuem Glanz verhelfen. Bis Mitte April läuft eine Ausschreibung, in deren Rahmen sich Rundfunkanstalten und TV-Sender um eine DVB-H-Lizenz bewerben können. Rund 16 verschiedene Sender lassen sich mittels des Standards übertragen.

Die Anforderungen an künftige DVB-H-Sender sind hoch: Ein abwechslungsreiches Angebot aus etablierten und neuen Programmen sowie neue Sender zu den Bereichen Nachrichten, Musik und Sport sind Pflicht. Außerdem müssen Hörfunkprogramme angeboten werden. Innovative Konzepte, die den kleinen Handydisplays und den Interaktionsmöglichkeiten Rechnung tragen, sind gefragt. Das Gesamtkonzept mit Senderfinanzierung, Organisation und Vermarktung muss ebenfalls erfolgversprechend dargelegt werden. Zum Jahreswechsel soll der DVB-H-Start vollzogen werden, eine dreijährige Erprobungsphase schließt daran an.

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