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DSL beflügelt Online-Versandhandel

Der Online-Versandhandel in Deutschland erhält nach Ansicht des Amazon Deutschland-Chefs durch die rasche Zunahme schneller Internet-Zugänge wie DSL und preiswerte Pauschaltarife einen neuen Schub. „Wir sind abhängig von der Ausbreitung neuer Technologien“, sagte Ralf Kleber in einem dpa-Gespräch. Bislang habe erst ein kleinerer Teil aller potenziellen Online-Käufer in Deutschland einen schnellen Internet-Zugang.

Je mehr das Internet zum Bestandteil des Alltags werde, desto mehr würden die Menschen auch online einkaufen gehen. Durch Pauschaltarife gebe es keine Grenzen mehr. „Erst wenn ich eine kostengünstige Flatrate habe, bleibe ich den ganzen Tag online."

In Deutschland läuft das Geschäft des weltgrößten Internet-Händlers Amazon nach Worten von Kleber sehr gut. Aus dem Logistik-Zentrum im hessischen Bad Hersfeld verschicke das Unternehmen an Spitzentagen bis zu 400.000 Artikel. „5 versandte Artikel pro Sekunde waren unser Spitzenwert", sagte er.

Das zweite Logistikzentrum eröffnet Amazon im dritten Quartal in Leipzig. „Damit wollen wir unsere Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit noch weiter erhöhen."

In Leipzig sollen in den nächsten 36 Monaten bis zu 400 feste Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Interesse an den Stellen sei enorm. „Schon wenige Stunden nach der Ankündigung hatten wir eine Vielzahl Bewerbungen", sagt Kleber. Aus Leipzig sollen insbesondere große Produkte wie Fernseher, Waschmaschinen und Kühlschränke verschickt werden.

In Deutschland erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 850 Millionen Dollar. Zum Gewinn in den einzelnen Ländern äußert sich Amazon generell nicht. Auch die Mitarbeiterzahl wird mit 12.000 nur weltweit angegeben.

Neben dem Logistikzentrum in Bad Hersfeld und der Firmenzentrale in München betreibt Amazon ein Call-Center in Regensburg.

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