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DSL-Werbeaktionen für Kunden verwirrend

Konkurrenz belebt das Geschäft - meist zur Freude der Kundschaft. Doch wer derzeit einen DSL-Anbieter sucht, kann leicht den Überblick verlieren: Die Telekom und ihre Mitbewerber unterbieten sich mit "Sturzflugpreisen". Der Einstieg ist deshalb so günstig wie nie zuvor. Allerdings sollten Billigangebote genau geprüft werden.

"Oft stehen die eigentlichen Kosten nur im Kleingedruckten", warnt Anke Kirchner von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Häufig erfahren Neulinge erst bei genauerem Hinsehen, dass die Gesamtkosten nicht unbedingt gering sind. Für den reinen DSL-Anschluss verlangt etwa die Telekom je nach Bandbreite 17 bis 25 Euro Grundgebühr.

Vor allem Neukunden und Wechselkandidaten werden umworben. "Für DSL-Neulinge ist daher jetzt ein günstiger Zeitpunkt", sagt Falk Murko von der Stiftung Warentest in Berlin. Zum Standard gehöre es, dass die Kosten für die Hardware und die Einrichtungsgebühr erlassen werden - eine Ersparnis von rund 200 Euro. Bei GMX , Arcor oder Lycos gibt es für Neukunden kostenlose Volumentarife mit 1000 Megabyte (MB) pro Monat. Ähnliche Offerten bietet Freenet auch für Wechselkunden.

"Dieses Jahr werden weitere Preiskämpfe folgen", sagt Michael Müller vom Ratgeberportal " Onlinekosten.de " in Hürth bei Köln. Die Telekom will mit ihrem neuen Ableger Congster den Billigsektor erobern. Geboten wird etwa ein Volumentarif mit 2000 MB im Monat für 3,99 Euro. Beim Überschreiten der Datenmenge fallen aber mit 1,39 Cent je MB vergleichsweise hohe Kosten an. Auch für Flatrates fallen die Preise: Die Anbieter 1&1 und Lycos bieten sie seit Januar für weniger als 20 Euro an - bisher waren es 30 Euro. Bei einer Flatrate sollten Kunden aber auf Einschränkungen achten, rät Müller.

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