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DSL-Geschäft treibt 2005 Wachstum auf dem Telekom-Markt an

Zum Jahresende soll sich nach der neusten Marktstudie des Branchenverbandes VATM und der Dialog Consult die Zahl der DSL-Anschlüsse um 50 Prozent auf 10,2 Millionen erhöhen.

Der Markt für Telekommunikation in Deutschland wird 2005 im wesentlichen durch das blühende Geschäft mit Breitbanddiensten angetrieben. Zum Jahresende soll sich nach der neusten Marktstudie des Branchenverbandes VATM und der Dialog Consult die Zahl der DSL-Anschlüsse um 50 Prozent auf 10,2 Millionen erhöhen. Insgesamt werde der Gesamtmarkt um rund vier Prozent auf 67 Milliarden Euro ansteigen. "Wettbewerb schafft Wachstum und Investitionen", sagte Gerd Eickers, Präsident der Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten, am Montag bei der Vorstellung der Marktstudie in Köln.

Getragen wird das Wachstum in der Telekommunikation nach weiteren Angaben des VATM von den Wettbewerbern der Deutschen Telekom. Auf sie entfielen in diesem Jahr voraussichtlich Umsätze im Werte von 32,6 Milliarden Euro. Das ist fast die Hälfte des gesamten Marktvolumens. Nach wie vor sei die Telekom aber der Platzhirsch in der Branche, betonte Eickers. Eine Regulierung des Unternehmens vor allem bei den Vorprodukten durch die Bundesnetzagentur müsse es deshalb weiterhin geben.

Erfolge verzeichnen die Wettbewerber in diesem Jahr vor allem im Festnetz. Mit knapp 900 Verbindungsminuten pro Tag schließen sie praktisch zum Marktführer auf. Nach den Umsätzen sind es aber nur ein Drittel oder 12,1 Milliarden Euro. Torsten Gerpott, Leiter der Dialog Consult, begründete die Differenzen mit den günstigeren Angeboten der Telekom-Konkurrenten.

Fast zwei Drittel des gesamten Umsatzes in der Branche oder rund 20,5 Milliarden Euro entfällt auf den Mobilfunkmarkt. Gleichzeitig treiben die Mobilfunkdienste mit mehr als 1,5 Milliarden Euro das Investitionsvolumen der Wettbewerber an. Die TK-Branche zeige einmal mehr, dass Wettbewerb Milliardeninvestitionen auslöse und neue Arbeitsplätze schaffe. Der VATM schätzt die Zahl der neu geschaffenen Stellen in der Branche seit Liberalisierung 1998 auf über 50.000.

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