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DSL-Anbieter verklagt

19.01.2001 | 17:17 Uhr |

Das Problem ist hinlänglich bekannt: Viele Kunden haben in freudiger Erwartung eines High-Speed-Zugangs einen DSL-Anschluss bestellt und warten, und warten, und warten. Mittlerweile schlagen die Frustrierten zurück.

Das Problem ist hinlänglich bekannt: Viele Kunden haben in freudiger Erwartung eines High-Speed-Zugangs einen DSL-Anschluss bestellt und warten, und warten, und warten.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten haben sich nun einige dieser frustriert Wartenden zusammengerauft und die US-Telefongesellschaft Verizon verklagt, einen Anbieter von DSL-Anschlüssen.

Die Begründung für die Klage klingt auch für deutsche Verhältnisse nur allzu bekannt: Nach Auffassung der Kläger hat Verizon bei der Bestellannahme von vornherein gewusst, die große Anzahl potenzieller Kunden kurzfristig nicht zufrieden stellen zu können. Verizon soll dennoch bis zu 3000 Bestellungen pro Tag angenommen haben.

Obwohl in der Klage keinerlei Schadenersatzsumme gefordert wird, ist es möglich, dass die Kläger trotzdem zum Teil mehrere hundert Dollar zur Wiedergutmachung entstandener Probleme erhalten.

"Hier gibt es Kunden, die über Monate mit Verzögerungen oder Störungen kämpfen mussten", so Gary Mason, Anwalt der Kläger. "Wenn der Service 40 Dollar im Monat kostet, erwarten die Leute eine Wiedergutmachung, da sie nicht bekommen, wofür sie bezahlen."

Aber auch andere US-Telefonfirmen haben mit derartigen Sammelklagen zu kämpfen. Unter anderem laufen Verfahren gegen BellSouth und Southwestern Bell. (PC-WELT, 19.01.2001, mp)

PC-WELT Ratgeber: Das große T-DSL-Special

T-DSL: 1,5 Mbit/s und Ende der Wartezeiten (PC-WELT Online, 10.01.2001)

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