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DSL-Alternative: Internet über Satellit übertragen

18.02.2005 | 08:51 Uhr |

Viele Anwender können dauerhaft keinen DSL-Anschluss bekommen. Für Privatleute ist das schade, für Firmen kann es aber ein Wettbewerbsfaktor sein. Ein Provider aus Ansbach hat jetzt eine Alternative.

Wer auf dem platten Land wohnt, hat in vielen Fällen keine Möglichkeit, einen Breitband-Anschluss, etwa T-Com T-DSL , zu bekommen. Auch für viele Gebiete in den neuen Bundesländern scheidet ein DSL-Anschluss aus, weil dort für DSL ungeeignetes Glasfaserkabel verlegt wurde.

Eine (nicht ganz billige) Alternative, die vor allem für Firmen interessant ist, könnte Surfsat sein. Die Firma aus dem fränkischen Ansbach stellt einen bidirektionalen Internetzugang über Satellit bereit. Sie benötigen lediglich eine Satellitenschüssel mit Sende- und Empfangseinrichtung, die nach Süden (zum Satelliten Eurobird) ausgerichtet ist. Dadurch entstehen – im Gegensatz zu anderen Lösungen auf dem Markt – keine weiteren Telefongebühren. Der Anwender kann also permanent online sein, da der Datentransfer volumenbasiert und nicht zeitbasiert abgerechnet wird.

Interessant: Das Unternehmen erlaubt ausdrücklich die gemeinsame Nutzung eines solchen Zugangs über WLAN. Kann sie auch guten Mutes – denn abgerechnet wird eben nach angefallenem Transfervolumen. Ganz billig ist der Service allerdings nicht. Der billigste Tarif Surfsat 1000 bietet 1 GB Download und 125 MB Upload und kostet 91,64 Euro im Monat. Der Download erfolgt dann mit 512 Kbit/s, der Upload mit DSL-typischen 128 Kbit/s. Weiterhin gibt es Tarife mit 2, 3 und 4 GB eingeschlossenem Downloadvolumen. Wer mehr benötigt, zahlt 34,80 Euro pro 1 GB Download und 200 MB Upload mehr.

Damit eignet sich der Tarif allerdings eher für kleine und mittelständische Unternehmen, die schnell online sein müssen, als für Privatleute. Auch wer größere Dateien über die Leitung schicken will, etwa Filme oder Musikdateien, wird mit dem Tarifmodell wohl wenig Freude haben. Ein weiteres Indiz dafür: Für die Einrichtung fallen weitere Gebühren an, die sich am Aufwand und an der notwendigen Hardware orientieren.

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