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DRM hat für Entwickler schlimmere Folgen als Software-Piraterie

21.03.2013 | 05:29 Uhr |

Die Anti-Piraterie-Maßnahmen der Spielehersteller schaden den Entwicklern häufig mehr als die eigentlichen Schwarzkopien.

Mit DRM-Mechanismen wollen sich immer mehr Software-Hersteller gegen Schwarzkopien ihrer Programme und Spiele schützen. Doch genau diese Maßnahmen schaden den Entwicklern oft mehr als die eigentliche Piraterie. Zu diesem Schluss kommt Tommy Refenes, der Macher des Indie-Titels Super Meat Boy.

In seinem Blog schimpft der Entwickler auf gescheiterte DRM-Mechanismen wie beim kürzlich veröffentlichten SimCity . Serverprobleme und der Zwang zur permanenten Internetverbindung könnten dazu führen, dass Käufer frustriert werden.

Der Schaden, der sich aus Schwarzkopien ergeben würde, sei für Entwickler nicht zählbar. Es könnte nicht abgeschätzt werden, wie viele Nutzer ein Spiel ohne Tauschbörsen tatsächlich gekauft hätten. Daher könnte auch nicht analysiert werden, ob sich die teure Entwicklung von DRM-Mechanismen lohnen würde.

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Entwickler sollten sich vielmehr auf ihre zahlende Kundschaft konzentrieren und diese nicht mit schlecht funktionierenden Schutzmechanismen belästigen. Nur dann könnten zumindest einige Kunden lieber zum Original greifen und auf eine unrechtmäßige Schwarzkopie verzichten, so Refenes.

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