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DRM per Rootkit: Sony reagiert auf negative Berichte

03.11.2005 | 13:03 Uhr |

Sony hat auf die anhaltende Kritik reagiert, die in den USA entstanden ist, nachdem bekannt geworden war, dass der Konzern zum Schutz von Musik-CDs auf Rootkits setzt.

Zum Schutz vor illegaler Vervielfältigung kommt zumindest bei einer Musik-CD von Sony BMG in den USA die Software XPC (Extended Copy Protection) der Firma First 4 zum Einsatz, die sich nur mit großem Aufwand vom PC entfernen lässt. Sony bot Anwendern bisher nur über dieses Kontaktformular die Möglichkeit an, Infos darüber zu erhalten, wie das Rootkit, auf dem der Kopierschutz beruht, entfernt werden kann ( wir berichteten ).

Auf dieser Website verkündet Sony nun, dass mittlerweile ein Software-Update verfügbar ist.

"Dieses Service Pack entfernt die Cloaking-Technology-Komponente, die kürzlich in einer Reihe von Artikeln diskutiert wurde, die die XCP-Technologie betrafen, die Sony BMG verwendet. Diese Komponente ist nicht schädlich und kompromittiert nicht die Sicherheit", versucht Sony zu beschwichtigen und erklärt anschließend, dass das Update veröffentlicht werde, um die Bedenken der Anwender aus der Welt zu schaffen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, die fraglichen Komponenten wieder komplett vom PC zu löschen.

Eine Hürde für den Erhalt des Updates ist allerdings der Browser: Nur mit dem IE gelangt der Anwender an das Update, weil es über ein ActiveX-Control ausgeliefert wird.

Sony: DRM per Rootkit (PC-WELT Online, 02.11.2005)

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