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DRM-freie Songs: Branche bejubelt EMI und Apple

04.04.2007 | 12:35 Uhr |

Bei EMIs Ankündigung, digitale Musiktitel künftig auch ohne DRM und in höherer Qualität anbieten zu wollen, stand in erster Linie Apples Musikladen iTunes Music Store im Rampenlicht. Doch auch andere Anbieter profitieren von diesem Schritt. Entsprechend gut gelaunt zeigt sich Branche hinsichtlich dieser Entscheidung.

EMI wird seinen kompletten Musik-Katalog künftig auch ohne DRM online zum Kauf anbieten . Die Ankündigung erfolgte medienwirksam zusammen mit Apple, hat aber auch Auswirkungen auf andere Anbieter, die Songs von EMI lizenziert haben. Dazu gehört beispielsweise Realnetworks, das den Online-Musik-Shop Raphsody Music Service betreibt. "Die Ankündigung von EMI ist für die Online-Musikindustrie ein wichtiger Schritt nach vorne", so Rob Glaser, CEO von Realnetworks. "Dieser Schritt bringt uns dem Ziel näher, dass es Anwendern eines Tages möglich sein wird, ihre Lieblingsmusik über Raphsody zu kaufen und auf ihrem iPod oder einem anderen Player zu genießen", so Glaser mit einem kleinen Seitenhieb in Richtung Apple. Denn dort würde man es - als vermeintlichen Initiator in Sachen DRM-freie Musiktitel natürlich lieber sehen, dass Anwender beim iTunes Music Store auf Shopping-Tour gehen.

Auch David Pakman, Präsident und CEO von eMusic zeigt sich erfreut. "Wir sind der Ansicht, dass dies eine großartige Nachricht für die Industrie und ein toller Gewinn für die Kunden ist. Online-Händler werden nun ein Produkt anbieten können, das die Kunden wirklich haben kaufen möchten, da es eine höhere Qualität und Flexibilität bietet."

Doch nicht nur Händler begrüßen EMIs Entscheidung, auch Verbraucherschutzorganisationen wie die Consumer Electronics Association (CEA) stimmen in die Lobeshymnen ein. "Wir beglückwünschen Apple und EMI Music dafür erkannt zu haben, was Kunden in Sachen digitaler Musik wirklich wollen."

Abzuwarten bleibt, inwiefern die DRM-freien Musiktitel von den Kunden angenommen werden, denn sie bieten zwar eine höhere Qualität (256 kbps), sind aber mit 1,29 Dollar pro Song auch ein Drittel teurer, als die geschützten Songs im iTunes-Store.

Was halten Sie von der Ankündigung von EMI? Wären Sie bereit, für DRM-freie Songs mehr zu bezahlen? Posten Sie Ihre Meinung ins Forum unter diese News .

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