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DRAM-Preisabsprachen: Weiterer Samsung Manager bekennt sich schuldig

22.12.2006 | 11:18 Uhr |

Ein weiterer führender Manager von Samsung wird wegen seiner Rolle bei den Preis-Absprachen bezüglich DRAM (Dynamic RAM) für zehn Monate ins Gefängnis wandern und eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 US-Dollar zahlen. Dies hat das U.S. Department of Justice (DOJ) verlauten lassen.

Young H. P., derzeit Präsident von Samsungs US-Tochterunternehmen Samsung Semiconductor hat sich am Donnerstag schuldig bekannt, den U.S. Sherman Antitrust Act verletzt zu haben.

Er hat sich mit Mitarbeitern anderer Firmen abgesprochen, die Preise für DRAM, die an OEMs (Original Equipment Manufacturers) gingen, auf einem künstlich hohen Niveau zu halten. Von den Preisabsprachen betroffen waren unter anderem Dell, Hewlett-Packard, Apple Computer und Gateway, so das Justizministerum.

Seit Dezember 2003 hat das Justizministerium insgesamt vier DRAM-Hersteller und 18 Personen unter Anklage gestellt. Die Ermittlung des DOJ in der Angelegenheit dauern aber noch an.

Rückblick: Samsung (beheimatet in Südkorea und weltweit größter Hersteller von DRAM) hat sich der Preisabsprache für schuldig bekannt und wurde im Zuge dessen im November 2005 zu einer Geldstrafe in Höhe von 300 Millionen US-Dollar verurteilt. Einige Monate früher schlug Hynix Semiconductor, die Nummer 2 auf dem Markt, bereits diesen Weg ein. Das Unternehmen bekannte sich schuldig und wurde zu einer Zahlung in Höhe von 185 Millionen US-Dollar verurteilt. Im Januar dieses Jahres hat sich auch der japanische Hersteller Elpida Memory schuldig bekannt. Er muss 84 Millionen US-Dollar zahlen.

Preisabsprachen: Weiterer Samsung-Manager wandert in den Knast

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