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DKW Elektro-Wagen von 1956 brachte Feriengästen das Gepäck

25.08.2016 | 13:45 Uhr |

Sie denken bei Elektro-Autos nur an Tesla, Twizy, Zoe, e-Golf, i3, Leaf oder Miev? Dann sollten Sie jetzt weiterlesen. Denn der DKW Elektro-Wagen von 1956 ist eine echte Rarität. Elektromobilität von vor 60 Jahren!

Wenn von Elektro-Autos die Rede ist, dann fallen meist Tesla Model S, X oder 3, Renault Twizy, Renault Zoe, e-Golf, BMW i3, Nissan Leaf oder Mitsubishi Miev als Namen. Dabei gerät völlig in Vergessenheit, dass es in der Vergangenheit schon viele Elektro-Fahrzeuge gab, die sich erfolgreich im Alltag bewährt haben. Ein solcher Elektro-Veteran bereichert seit einem Jahr das Audi-Museum: Ein DKW Elektro-Wagen von 1956. Bereits vor 60 Jahren fuhr dieser Transporter rein elektrisch im harten Alltagseinsatz.
 
Der im Audi-Museum stehende restaurierte DKW Elektro-Wagen ist einer von nur zwei verbliebenen DKW-Elektro-Schnellaster. Der Klein-Bus verrichtete einst seine Lieferdienste auf der Nordseeinsel Wangerooge. Wer übrigens das Audi-Museum in Ingolstadt besucht, kann sogar mit einem DWK Schnelllaster eine Tour unternehmen, allerdings nicht mit der elektrischen Variante.

Der fünf Kilowatt starke Antriebsmotor bewegt den DKW Elektro-Schnellaster mit einer Geschwindigkeit von 40 Km/h. Der von Audi Tradition restaurierte DKW Elektro-Schnellaster transportierte dort bis Ende der 1970er Jahre hinein Feriengäste und deren Gepäck.
Vergrößern Der fünf Kilowatt starke Antriebsmotor bewegt den DKW Elektro-Schnellaster mit einer Geschwindigkeit von 40 Km/h. Der von Audi Tradition restaurierte DKW Elektro-Schnellaster transportierte dort bis Ende der 1970er Jahre hinein Feriengäste und deren Gepäck.
© Audi

Zwischen 1955 und 1962 produzierte die Auto Union GmbH in Ingolstadt DKW Schnellaster – etwa 100 davon als Elektro-Automobile, die das Unternehmen vor allem an Energieunternehmen, Stadtwerke oder Batteriehersteller verkaufte, wie Audi erläutert. Bei dem nun nach aufwändiger Restauration „heimgekehrten“ Elektro-Schnellaster handelt es sich laut Audi um ein besonderes Exponat: Der DKW fuhr auf der Nordseeinsel Wangerooge, wo Automobile mit Verbrennungsmotoren verboten sind.

Normalerweise war der DKW Schnellaster mit einem für DKW-Fahrzeuge typischen Zweitaktmotor ausgestattet. Der „Elektro-Wagen“ hingegen besaß einen fünf Kilowatt leistenden Reihenschluss-Motor. Die seitlich in zwei Kästen gelagerten Bleibatterien hatten eine Nennspannung von 80 Volt und eine Kapazität von 200 Amperestunden (AH). Das reichte für eine Fahrstrecke von maximal 80 Kilometern. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h waren Kurzstrecken in der Stadt das vorrangige Einsatzgebiet.

Das nun von der Audi Tradition vorgestellte Exemplar wurde über mehrere Jahre aufwändig restauriert und ist nach TÜV-Abnahme wieder im betriebsfähigen Zustand.

Die Deutsche Post erprobt derweil ihren eigenen Elektro-Transporter, den StreetScooter.

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