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DDoS-Attacken so groß wie kleine Länder - Angreifer verhaftet

29.04.2013 | 10:19 Uhr |

Der durch die Angriffe verursachte Traffic soll mit dem gesamten Internetverkehr kleiner Länder vergleichbar sein. Nun wurde einer der Angreifer verhaftet.

Mit gewaltigen DDoS-Attacken, die laut Experten mehr Traffic erzeugen als kleine Länder, haben Cyber-Kriminelle Spamhaus angegriffen. Spamhaus erstellt Blacklists aus Hostern, welche Spammer unterstützen oder zumindest zulassen. Diese Listen werden von sehr vielen Diensten eingesetzt, um Spam-Nachrichten zu filtern. Als der niederländische Hoster Cyberbunker auf der Spamhaus-Liste gelandet ist, schlugen offenbar einige Betroffene zurück. Bei dem Angriff auf Spamhaus sollen auf dem Höhepunkt rund 300 GB Daten pro Sekunde auf die Server der Non-Profit-Organisation eingeprasselt sein.

Wie das Justizministerium der Niederlande berichtet, wurde einer der Kriminellen nun verhaftet - bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen Mann niederländischer Staatsangehörigkeit. Der 35jährige wurde in Spanien festgenommen, nachdem ein Europäischer Haftbefehl ausgestellt worden war. Computer, Datenträger und Mobiltelefone wurden in seinem Haus in Barcelona beschlagnahmt. Die Angreifer sollen gefälschte IP-Adressen verwendet haben und auch Spamhaus-Partner in den USA, den Niederlanden und Großbritannien attackiert haben. Das Justizministerium geht davon aus, dass der Festgenommene bald an die niederländische Staatsanwaltschaft übergeben wird. Einen Zusammenhang mit späteren Angriffen auf Banken und Zahlungssysteme sehe man aber nicht, betont das Ministerium.

Wie der Angreifer, dessen Name nicht genannt wird, aufgespürt werden konnte, geht aus der Mitteilung des Ministeriums nicht hervor.

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