21.08.2012, 12:22

Panagiotis Kolokythas

DDOS-Atacke

Anonymous attackiert britische Regierungsseiten

Anonymous hat auch primavi.se angegriffen

Die Hackergruppe Anonymous hat aus Protest gegen den Umgang mit dem Wikileaks-Gründer Julian Assange die Website des britischen Justizministeriums angegriffen.
In der Nacht zum Dienstag hat die Hackergruppe Anonymous über Twitter den erfolgreichen Start der "Operation Free Assange" verkündet. Per DDOS-Attacken war es den Aktivisten und Sympathisanten gelungen, die Website des britischen Justizministeriums "abzuschießen". Mittlerweile ist die Website aber wieder online, allerdings wird die Seite auch derzeit noch sehr langsam ausgeliefert.
Mit der "Operation Free Assange" will Anonymous gegen den Umgang der britischen Behörden mit dem Wikileaks-Gründer Julian Assange protestieren. Der Australier befindet sich seit vergangener Woche in der Botschaft von Ecuador in London und hat mittlerweile Asyl in Ecuador erhalten. Aber aufgrund der Belagerung des Botschaftsgebäudes durch die britische Polizei kann er nicht ausreisen. Beim Verlassen des Gebäudes droht Assange die Verhaftung und Auslieferung an Schweden, wo Assange zu zwei Vergewaltigungsvorwürfen befragt werden soll. Assange befürchtet allerdings, dass er von Schweden aus in die USA ausgeliefert werden könnte.
Im Rahmen der "Operation Free Assange" hat Anonymous nicht nur die Website des britischen Justizministeriums attackiert, sondern auch diverse weitere britische Regierungsseiten, wie etwa die Website des britischen Premierministers number10.gov.uk. Das britische Justizministerium ließ mitteilen, dass bei der Attacke auf deren Website keinerlei sensitive Daten gestohlen worden seien, nachdem es sich bei der Website ohnehin nur um eine öffentliche Informationswebsite über das Ministerium handle. Man habe unmittelbar Maßnahmen ergriffen, um die Verfügbarkeit der Website wiederherzustellen.
Kurz vor 12 Uhr mittags deutscher Zeit hat Anonymous auch die erfolgreiche Defacement-Attacke auf die schwedische Website primavi.se verkündet. Statt der üblichen Startseite werden die Besucher seitdem von einer Mitteilung von Anonymous und einem Video von der Rede von Julian Assange empfangen, die dieser am Wochenende am Fenster der Botschaft von Ecuador in London gehalten hatte. "Wir werden weder Julian Assange aufgeben noch die Sache von Wikileaks. Die Wahrheit zu sagen, ist kein Verbrechen. Informanten und Hacktivisten sind keine Verbrecher", heißt es in der Mitteilung auf der gehackten Website.
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