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Indien klagt über Hacker-Attacken aus China

05.05.2008 | 12:44 Uhr |

Im letzten Jahr machten Meldungen die Runde, nach denen Hacker aus China deutsche Regierungsrechner angegriffen hätten. China scheint das Internet aber regelmäßig für Attacken und Spionage zu nutzen: Indische Regierungsstellen klagen darüber, dass Netzwerke von Behörden und Unternehmen beinahe täglich digitalen Angriffen aus dem Reich der Mitte ausgesetzt seien.

Nach einem Bericht von Indiatimes Infotech führt China einen regelrechten Cyberkrieg gegen Indien. Im Laufe der letzten eineinhalb Jahre sollen indische Netzwerke und Rechner nahezu täglich das Ziel von Internet-Angriffen geworden sein. Dabei nahmen die Hacker aus China sowohl Unternehmen als auch Regierungs- und Behörden-Einrichtungen ins Visier. Unter anderem kämen Botnetze und Keylogger (zum Aufzeichnen von Tastatureingaben) zum Einsatz. Indische Sicherheitsexperten rechnen denn auch mit bis zu 50.000 geenterten Bot-Rechnern in Indien.

Indische Behörden betonen, dass die Angriffe planmäßig und durchdacht erfolgen würden. Hinter der Angriffswelle stünde demnach ein großer Plan - er sei nicht das Ergebnis zufälliger Angriffe durch private Hacker. Die Angriffe aus China würden alle Hackerversuche aus anderen Staaten deutlich in den Schatten stellen. So würde China regelmäßig alle indische Netzwerke scannen und sei damit bestens dafür vorbereitet, die indische Internet-Infrastruktur erheblich zu beeinträchtigen, falls das im Rahmen eines größeren Konflikts zwischen den beiden Staaten von Vorteil wäre.

Unter der Hand will die indische IT-Nachrichtenseite erfahren haben, dass Indien sich nun seinerseits für einen Cyberwar wappnet. Gerade die chinesischen Netzwerke würden als besonders durchlässig gelten und Indien verfüge über genügend qualifizierte IT-Experten, um sich selbst nicht nur ausreichend verteidigen sondern auch zum Gegenschlag ausholen zu können.

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