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Domainnamen-Betrug wird vielfach unterschätzt

25.02.2008 | 16:09 Uhr |

Einer neuen Studie zufolge ist jedes zweite Unternehmen in Deutschland bereits Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden. Deutsche Firmen seien zudem ungenügend auf Domainnamen-Betrug, Cybersquatter & Co vorbereitet.

Jedes zweite Unternehmen in Deutschland ist bereits Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Jahresstudie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Um sich wirksam zu schützen, müssen Firmen neben Vergehen wie Unterschlagung oder Hacking auch Online-Betrug auf dem Radar haben, wie der Domainnamen-Management-Experte NetNames rät. Denn Cybersquatter nutzen beispielsweise nicht registrierte Domain-Suffixe, um auf den entsprechenden Websites gefälschte Waren zu vertreiben, Schadprogramme zu platzieren, unseriöse Werbelinks einzufügen oder Pay-per-Click-Einnahmen zu ergaunern.

Unternehmen würden vermehrt von chinesischen oder russischen Domainnamen-Registratoren kontaktiert, die sich deutsche Marken- oder Firmennamen als Keyword oder Domainnamen registrieren lassen möchten. Das sei ein eindeutiger Versuch, den Namen oder das Keyword möglichst gewinnbringend weiterzuverkaufen - ein zweifelhaftes Geschäftsgebaren, das global auf dem Vormarsch ist: Cybersquatting habe Unternehmen auf der ganzen Welt im vergangenen Jahr Millionen von Euro gekostet hat.

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