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Cyber-Kriminelle ergaunern 45 Millionen Dollar

10.05.2013 | 12:29 Uhr |

Hacker und kriminelle Netzwerke arbeiteten Hand in Hand und erbeuteten so in wenigen Stunden die Summe von 45 Millionen Dollar via Kreditkartenbetrug.

Nur wenige Stunden hat die Aktion gedauert, die eine Gruppe von Cyber-Kriminelle um insgesamt 45 Millionen Dollar reicher gemacht hat. Dazu hatten sie sich in die Rechner von Finanzabwicklern gehackt und Kreditkartendaten gestohlen. Außerdem hatten sie die Limits der Karten deaktiviert. Sofort danach sollen sie die erbeuteten Kreditkartendaten an Helfer in verschiedenen Ländern geschickt haben. Insgesamt sollen die Helfer in 26 Ländern unterwegs gewesen sein. Diese haben damit umgehend an Geld-Automaten Geld von den fremden Konten abgehoben. Allein die in New York angeklagten Kriminellen sollen 2,8 Millionen Dollar auf diese Weise erbeutet haben.

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Von der Staatsanwaltschaft hieß es: "Statt Pistolen und Masken hat diese Cyber-Crime-Organisation Laptops und das Internet benutzt." Den Angreifern sei der Coup geglückt, weil sie äußerst präzise und schnell vorgegangen seien. Die Hacker haben mit organisierten kriminellen Netzwerken zusammengearbeitet. Gleich nachdem die einen die Kreditkartendaten besorgt haben, haben die anderen weltweit Geld von Automaten abgehoben.

Bei dem Angriff nutzten die Hacker Daten von Prepaid-Kredikarten. Indem Sie das Limit dramatisch erhöhten, schadeten sie primär nicht den Kreditkartenbesitzern, sondern den Banken. Betroffen sind Banken aus dem indischen und arabisch-sprachigen Raum. Während ihre Helfer das Geld abgehoben haben, beobachten die Hacker den Vorgang über Computer der Kreditkartenfirmen, zu denen sie sich Zugang verschafft hatten. Nach dem Raubzug sollen die Helfer das erbeutete Geld für Luxus-Artikel ausgegeben, aber auch den Anführern der Aktion einen Teil überwiesen haben.

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