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US-Schüler drohen 38 Jahre Haft für Hacking

19.06.2008 | 15:43 Uhr |

Hacker-Attacken gehören mittlerweile zur Tagesordnung im Web und werden in der Regel schwer geahndet - nun hat es einen Schüler und seinen Komplizen an einer kalifornischen High-School erwischt.

Nun drohen Omar Khan (18 ), Schüler an der Tesoro-High-School im kalifornischen Orange County eine mehrjährige Haftstrafe, nachdem dieser angeblich wiederholt in das Computer-System der Schule eingedrungen ist, um dort Noten zu manipulieren und Prüfungen zu stehlen.

Dies berichtet die Online-Ausgabe der Los Angeles Times. Sein Komplize Tanvir Singh, ebenfalls 18 Jahre alt, dürfte mit einer geringeren Strafe davonkommen, da er sich selbst den Behörden stellte. "Wir sind wirklich traurig und enttäuscht, dass gegen diese beiden Schüler diese Anschuldigungen erhoben werden", erklärt Beverly De Nicola, Sprecherin des Capistrano Unified Schulbezirks. Die High-School, bekannt für Schüler aus der reicheren Oberschicht, geriet bereits 2005 in die Schlagzeilen, nachdem zwei Football-Spieler gedroht hatten, ihren Englisch-Lehrer zu ermorden.

Khan, der bereits 69 Vorstrafen in seiner Akte vermerkt hat, könnte bei einer Verurteilung mehr als 38 Jahre Haft verbüßen müssen. Singh besitzt fünf Vorstrafen und könnte drei Jahre im Gefängnis verbringen. Dem nicht genug: Die Untersuchungen gehen weiter und weitere Anschuldigungen könnten entstehen.

Zudem könnten zusätzliche Schüler involviert sein, so Jim Armormino, Sprecher des Orange County Sheriff Büros. "Ich denke, sie würden sich nun wünschen mehr Zeit mit dem Lernen verbracht zu haben", vermutet Armormino. Carol Lavacot, Anwältin von Omar Khan, hingegen bezeichnet den Schüler als "wirklich nettes Kind". Wann die Gerichtsverhandlung stattfinden wird, geht aus dem Bericht jedoch nicht hervor.

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