18572

Cracker strecken die Waffen

10.05.2001 | 14:52 Uhr |

Im Cracker-Krieg zwischen chinesischen und amerikanischen Crackern hat die chinesische Seite heute einen Waffenstillstand verkündet. Die chinesischen Cyberpiraten sind jedoch nicht etwa endlich zur Vernunft gekommen, sondern müssen sich schlicht der Übermacht ihrer US-Konkurrenten beugen.

Im Cracker-Krieg zwischen chinesischen und amerikanischen Crackern hat die chinesische Seite heute einen Waffenstillstand verkündet. Die chinesischen Cyberpiraten sind jedoch nicht etwa endlich zur Vernunft gekommen, sondern müssen sich schlicht der Übermacht ihrer US-Konkurrenten beugen.

Auf der Website Chinabyte.com nennen die Chinesen die Gründe für ihren Entschluss. Die amerikanischen Gegenangriffe hätten mehr als 1100 chinesische Websites getroffen, mehrheitlich Seiten von Regierungsstellen und von Einrichtungen des Erziehungswesens. Von der Wucht des amerikanischen Gegenschlags überrascht, müssen die Chinesen nun erst einmal Sicherungsmaßnahmen wie Firewalls für ihre Websites einrichten.

Die Gruppe "Hongker Union" (Rote Piraten), die bisher die chinesischen Angriffe koordinierten, gaben bekannt, mit künftigen Angriffen nichts mehr zu tun haben zu wollen.

Der Cyberwar war als Folge des Zusammenstoßes zwischen einem US-Spionage-Flugzeug und einem Jagdflugzeug der chinesischen Volksbefreiungsarmee ausgebrochen. Chinesische Computerfreaks wollten durch Angriffe auf US-Websites den Tod des chinesischen Piloten rächen. Vor einigen Tagen wurde auch die Website des Weißen Hauses lahm gelegt, über die Hintergründe herrscht allerdings noch Unklarheit

0 Kommentare zu diesem Artikel
18572