73094

Cracker-Versicherung: Windows teurer als Linux

31.05.2001 | 10:40 Uhr |

Wer einen Server mit Windows NT oder Windows 2000 betreibt und sich gegen Schäden durch Angriffe aus dem Internet versichern lässt, muss höhere Beiträge zahlen. Eine US-Versicherung nimmt jetzt bis zu 15 Prozent Risiko-Zuschlag gegenüber Linux oder Unix.

Wer einen Server mit Windows NT oder Windows 2000 betreibt und sich gegen Schäden durch Angriffe aus dem Internet versichern lässt, muss höhere Beiträge zahlen. Eine US-Versicherung nimmt jetzt bis zu 15 Prozent Risiko-Zuschlag gegenüber Linux oder Unix. Dies meldet unser Schwestermagazin Computerwoche.

Die Versicherungs-Agentur von J.S. Wurzler aus Okemos, Michigan, ist die erste, die Windows-Benutzer derart "abstraft". "Wir hatten schon immer das Gefühl, dass Windows NT ein hohes Risiko darstellt", erklärt Senior Vice President Walter Kopf. Er fährt fort: "Wir haben nun festgestellt, dass das Risiko eines Versicherungsfalls für das Microsoft-Betriebssystem höher ist. Und wo das Risiko höher ist, da steigen nun mal die Prämien."

Ob Wurzler ein Einzelfall bleiben wird, ist noch unklar. Andere Versicherungsunternehmen, die ebenfalls Versicherungen gegen die Folgen von Cracker-Attacken anbieten, wollten ähnliche Pläne nicht bestätigen.

Das Vorgehen des Versicherungs-Unternehmens stieß allerdings auf Verständnis. "Es hat den Anschein, als ob Microsofts Server- und Client-Software mehr Patches braucht und den Anwendern damit höhere Kosten bei der Systemverwaltung verursacht", meinte Richard Smith, Chief Technology Officer der Privacy Foundation.

Open Source gegen Microsoft (PC-WELT Online, 17.05.2001)

SuSE Linux kontert Microsoft-Attacke (PC-WELT Online, 11.05.2001)

0 Kommentare zu diesem Artikel
73094