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Cracker: Spiele-Kopierschutz bald unknackbar

08.01.2016 | 11:25 Uhr |

Cracker beißen sich immer öfters vergebens die Zähne am Kopierschutz von Spielen aus. Die Spielemacher dürfte dies freuen.

Die bei PC- und Konsolenspielen eingesetzten Kopierschutz-Mechanismen werden immer besser. Davor "warnen" nun Mitglieder der chinesischen Cracker-Gruppe 3DM, wie Torrentfreak.com berichtet. In zwei Jahren, so ein Mitglied der Gruppe, könnten die bei Spielen  verwendeten DRM-Methoden den Status "unknackbar" erreicht haben.

Verwiesen wird dabei auf das Beispiel von Just Cause 3. Das vom schwedischen Entwicklerstudio Avalanche Studios ( Square Enix entwickelte Spiele war für den PC im Dezember 2015 erschienen und der bei diesem Spiel eingesetzte Kopierschutz wurde bisher noch nicht geknackt. Bei dem Spiel kommt ein DRM vom österreichischen Unternehmen Denuvo Software Solutions GmbH zum Einsatz. Details zur genauen Funktionsweise des Kopierschutzes liegen nicht vor. Es werden aber unter anderem Verschlüsselungstechniken eingesetzt, an denen sich die Cracker die Zähne ausbeißen.

In der Vergangenheit kam der Denuvo-Kopierschutz bereits beim Spiel Dragon Age: Inquisition zum Einsatz und auch dort dauerte es lange Zeit, bis der Kopierschutz geknackt werden konnte.

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In Just Cause 3 wird ein noch weiter verbesserter Denuvo-Kopierschutz eingesetzt, der bisher nicht geknackt wurde. In einer kürzlich gestarteten Petition auf Change.org fordern Cracker mit dem Hashtag "#Death_to_Denuvo" bereits sogar die "Eliminierung der Denuvo Anti-Temper Technologie". In der Petition heißt es: "Spiele sind für Arme und Reiche. Alle Menschen sollten die Freiheit haben, die Spiele zu spielen und Spaß zu haben."

Auch andere per Denuvo-Kopierschutz geschützte Spiele konnten bisher nicht geknackt werden. Dazu zählt beispielsweise das im September 2015 veröffentlichte FIFA 2016 von Electronic Arts.

Die Spielehersteller dürfte die Entwicklung freuen. Die Produktion von Spielen wird immer teurer, während die Preise für die Spiele selbst in den letzten Jahren stabil geblieben sind. Raubkopierer argumentieren dagegen, dass den Spielentwicklern durch Raubkopien keine Einnahmen entgehen.

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