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Corel vor dem Aus?

26.06.2000 | 17:35 Uhr |

Der kanadische Softwarehersteller Corel zweifelt inzwischen selbst an der Weiterführung seiner Geschäfte. Für das zweite Quartal meldete Corel einen Verlust von 23,6 Millionen Dollar. Um geschäftsfähig zu bleiben, müssen nun zusätzliche Finanzmittel her.

Der kanadische Softwarehersteller Corel zweifelt inzwischen selbst an der Weiterführung seiner Geschäfte. Für das zweite Quartal meldete Corel einen Verlust von 23,6 Millionen Dollar. Um geschäftsfähig zu bleiben, müssen nun Kosten gesenkt und zusätzliche Finanzmittel beschafft werden.

Corel verfügt derzeit über einen Bargeldbestand von knapp zehn Millionen Dollar. Um das Unternehmen wieder flott zu bekommen, will man im Rahmen einer Kapitalerhöhung rund 20,5 Millionen Dollar an der Börse bekommen. Und die Kosten sollen um 40 Millionen Dollar pro Jahr gesenkt werden.

Marktkenner bezeichnen das Büropaket Wordperfect als Corels Grundproblem. Anfang der 90er Jahre stellte die Software noch ein echtes Konkurrenzprodukt zu Microsofts Office dar und wies einen Marktanteil von 20 Prozent auf. Inzwischen ist der Anteil jedoch auf ein Prozent gefallen. (PC-WELT, 26.06.2000, he)

Corel/Inprise-Fusion geplatzt (PC-WELT Online, 17.5.2000)

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