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Corel: Spagat zwischen Windows und Linux

Corel will seine Linux-Aktivitäten verstärken. Wie Firmenche

Corel will seine Linux-Aktivitäten verstärken. Wie Firmenchef Michael Cowpland gegenüber dem US-Dienst CNet mitteilte, wird Corel in den nächsten fünf Jahren die Hälfte seiner Umsätze mit Linux-Produkten erwirtschaften. "Wir werden weiter mit Windows arbeiten, aber wir wollen dabei vor allem Produkte entwickeln, die für gleichzeitigen Einsatz von Windows und Linux konzipiert sind", so Cowpland.

Gerüchte, nach denen der Linux-Distributor Red Hat Corel übernehmen will, wies Cowpland zurück. Es habe nie Verhandlungen zwischen den Firmen gegeben. Aber der Markt für Linux sei reif, und es gebe genug Raum für beide. Red Hat konzentriere sich mehr auf den Server-, Corel dagegen eher auf den Desktop-Bereich.

Corel hat vor einem Monat eine benutzerfreundliche Linux-Version für den Desktop vorgestellt, die sich auch für wenig technisch versierte Anwender eignen soll. Das Betriebssystem basiert auf der nicht-kommerziellen Linux-Distribution Debian und soll künftig zusammen mit der Office-Suite WordPerfect vertrieben werden.

Außerdem plant die kanadische Firma, Linux-Software für Handheld-Rechner und Informationsgeräte mit Internet-Zugang zu entwickeln. Corel will darüber hinaus auch in den Markt für Miet-Software für kleine und mittlere Unternehmen einsteigen (PC-WELT, 14.12.99, sp).

Übernimmt Red Hat Corel? (PC-WELT Online, 30.11.99)

Corel bringt günstige Linux-Anwendungen (PC-WELT Online, 17.11.99)

Corel: Gratis-Linux für Einsteiger (PC-WELT Online, 16.11.99)

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