09.08.2011, 17:04

Denise Bergert

Copyright-Verletzungen

Über 200.000 Bittorrent-Nutzer in den USA verklagt

©Voltage Pictures

Zahlreiche Rechte-Inhaber haben in Abmahnungen von Nutzern des Filesharing-Systems Bittorrent eine sichere Einnahmequelle entdeckt.
Laut aktuellen Statistiken wurden im Zeitraum von Anfang 2010 bis Mitte 2011 in den USA 200.000 Nutzer des Filesharing-Systems Bittorrent belangt. Wie die Szene-Website TorrentFreak behauptet, habe sich die Abmahn-Taktik inzwischen als zuverlässige Einnahmequelle für Rechte-Inhaber etabliert.

Ermittler loggen sich in die Filesharing-Programme ein und gelangen so an die IP-Adressen von Nutzern, die urheberrechtlich geschützte Filme, Musik oder andere Medien heruntergeladen haben. Über den jeweiligen Internet-Provider lassen sich anschließend die Personendaten ermitteln. In einem Brief an die Betroffenen bieten die Rechte-Inhaber dann einen außergerichtlichen Vergleich in Höhe einer drei- oder vierstelligen Summe an. Wer sich darauf nicht einlassen will, dem droht ein Zivilprozess vor Gericht.
Den Angaben zufolge, laufen in den USA derzeit noch rund 145.000 solcher Fälle, während sich 50.000 Bittorrent-Nutzer bereits für die Vergleichs-Option entschieden haben. Als besonders beharrlicher Verfolger entpuppt sich dabei der Copyright-Inhaber des Kriegsdramas „The Hurt Locker“, der inzwischen rund 25.000 Abmahnungen verschickte.
Wieviel Bestand die Urheberrechtsverletzungen vor Gericht haben, ist bislang noch unklar. Kein einziger der genannten Fälle hat es bislang in einen Gerichtssaal geschafft. Laut Schätzungen von TorrentFreak könnten die Rechte-Inhaber allein mit Abmahnungen und einer durchschnittlichen Einigungssumme von 2.500 US-Dollar pro Beschuldigtem mehr als eine viertel Milliarde US-Dollar verdient haben.
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