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MPAA fordert Megaupload-Nutzerdaten für Gerichtsverfahren

22.03.2012 | 18:32 Uhr |

Mehrere Hollywood-Studios fordern die Herausgabe der Daten von mehr als 66,6 Millionen Megaupload-Mitgliedern.

Im Zuge einer strafrechtlichen Verfolgung der Betreiber, wurde die Filesharing-Plattform Megaupload im Januar 2012 geschlossen . Die Filmstudio-Lobby Motion Picture Association of America (MPAA) fordert nun vom Megaupload-Hoster Carpathia die Herausgabe sämtlicher Nutzerdaten. Die Server des Portals hosteten zum Zeitpunkt der Schließung ganze 25 Petabyte an Daten. Darunter auch die Account-Informationen von mehr als 66,6 Millionen Nutzern.

Die Zahlen stammen aus einer aktuellen Anklageschrift, die dem Portal organisierte Kriminalität und kriminelle Copyright-Verletzung vorwirft. Neben den Behörden hat es auch die MPAA auf Megaupload abgesehen und will das Portal verklagen. Laut Howard Gantman, Vize-Präsident der MPAA, soll es dabei jedoch nicht einzelne Nutzer, sondern die Portalbetreiber und deren Partner treffen.

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Eine Anhörung zum vorliegenden Fall soll im nächsten Monat stattfinden. Laut Behörden-Angaben sei ein Teil der Megaupload-Daten kopiert worden. Für Hoster Carpathia ist der laufende Strafverfolgungsprozess eine kostspielige Angelegenheit. Die Speicherung der 25 Millionen GigaByte schlage täglich mit 9.000 US-Dollar zu Buche. Das Unternehmen bittet die Behörden aus diesem Grund darum, die Daten löschen zu dürfen. Megaupload selbst hat vorgeschlagen, das beschlagnahmte Firmen-Vermögen aufzulösen und die Carpathia-Schulden damit zu begleichen.

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