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Facebook verfolgt Nutzer auch nach dem Ausloggen weiter

27.09.2011 | 17:06 Uhr |

Laut IT-Blogger Nik Cubrilovic, kann Facebook die Spur seiner Nutzer mit Hilfe eines Cookies und Websites mit Social Plugins quer durch das Internet verfolgen.

Am vergangenen Wochenende sorgte der IT-Blogger Nik Cubrilovic für Aufregung bei den internationalen Datenschützern. In einem aktuellen Beitrag beschreibt der Experte, wie Facebook seine Nutzer quer durch das Internet verfolgt, obwohl sich diese im Social Network bereits ausgeloggt haben. Möglich wird das durch Konto-spezifische Cookies, die selbst nach dem Abmelden bei Facebook noch aktiv bleiben. Betritt ein Nutzer mit diesem Cookie eine Website, die über einen „Teilen“- oder „Gefällt mir“-Button verfügt, wird er als Mitglied des sozialen Netzwerks erkannt. Auf diese Weise kann Facebook ein detailliertes Surf-Profil seiner Nutzer anlegen.

Facebook bezog heute offiziell Stellung und versuchte, die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Ein Unternehmenssprecher betonte, dass alle Konto-spezifischen Cookies nach dem Ausloggen bei Facebook umgehend gelöscht würden. Über diesen Prozess hinaus gespeicherte Cookies dienten lediglich Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen.

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Weiterhin räumt der Konzern ein, bei dem Besuch von Websites mit so genannten Social Plugins, also Facebook-Buttons, Nutzer-Informationen zu sammeln. Diese würden laut der Stellungnahme jedoch nicht für die Auslieferung von passenden Werbe-Anzeigen genutzt. Entsprechende Daten würden überhaupt nur versehentlich gespeichert. Facebook arbeitet laut Technik-Leiter Arturo Bejar an einer Lösung, derartige Informationen nicht abzufragen. Eine Lösung könne jedoch noch „eine Weile dauern“.

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