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Nintendo muss Schadenersatz zahlen

15.05.2008 | 16:28 Uhr |

Nintendo ist von einem US-Gericht zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt worden, weil es bei seinen Controllern für die Spielekonsolen Nintendo Wii und Gamecube fremde Patente verletzt haben soll.

Das in Texas ansässige Unternehmen Anascape hat vor einem Bezirksgericht in Texas erreicht, dass Nintendo Schadensersatz in Höhe von 21 Millionen US-Dollar zahlen muss. Das Gericht hat den Vorwurf von Anascape gelten lassen, nachdem Nintendo bei den Controllern für die Spielekonsolen Nintendo Wii und Gamecube die Patente von Anascape aus dem Jahre 2000 verletzt habe, in denen "3D-Controller mit Vibration" beschrieben werden.

Nintendo hatte bis zuletzt von dem Gericht gefordert, die Klage fallen lassen zu lassen. Nintendo begründete dies damit, dass keinerlei Beweise vorlägen, dass man die Patente verletzt habe und ähnliche Produkte, wie die im Patent beschriebenen Controller, bereits vor dem Jahr 2000 auf dem Markt waren. Nintendo will nun Einspruch gegen die Entscheidung einlegen und zumindest erreichen, dass die Summe des Schadensersatzes reduziert wird.

Wie die Nachrichtenagentur AP meldet, hatte Anascape nicht nur Nintendo, sondern auch Microsoft wegen der Patent-Verletzung verklagt. Mit Microsoft - hier ging es um die Controller für die Xbox - hatte man sich aber bereits Anfang Mai außergerichtlich geeinigt. Beide Seiten hatten vereinbart, keine Details über die Art der Einigung bekanntzugeben.

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