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Websites bauen mit System

Sind bestimmte Größenordnungen erreicht oder laufen die Kosten für das Webpublishing aus dem Ruder, dann führt an der Anschaffung eines CMS kein Weg mehr vorbei.

Von Max Bold

Ab einer bestimmten Dimension einer Website führt an einem Content-Management-System (CMS) kein Weg mehr vorbei. Allerdings gilt es vor dem Einsatz eines solchen Systems einige Bedenken beiseite zu räumen, die aus verschiedenen Sichtweisen gegen seinen Einsatz vorgebracht werden. Die klassischen Webdesigner, die bisher die Seiten mit Hilfe eines Tools wie Dreamweaver oder Frontpage Seite für Seite zusammengebastelt haben, werden um ihre bisherigen Freiräume und individuellen Kreationen bangen und deshalb häufig nicht gerade zu den großen CMS-Befürwortern zählen. An dieser Argumentation ist etwas dran, doch müssen in einem solchen Fall die Allüren eines Design-Gurus gegen die Effizienz und Kostenstruktur einer CMS-Lösung aufgerechnet werden.

Freiraum für Individualität

Daneben bieten moderne CMS auch im Designbereich eine Menge Freiräume, in denen sich Individualität und einheitliches Corporate-Design eines Unternehmens unter einen Hut bringen lassen. Die klare Trennung von Layout und Inhalt, deren Zusammenführung in der Regel über Templates erfolgt, bieten auch bei CMS für die Designer noch ein reiches Betätigungsfeld.

Allerdings verhindern CMS Chaos und Wildwuchs. Designer sind gezwungen, stilistische Details in ein Gesamtkonzept zu integrieren. Zahlreiche Beispiele großer Portale und Sites beweisen, dass dies nicht immer auf Kosten der Optik gehen muss.

Ein weiteres Argument, das häufig gegen CMS vorgebracht werden, sind die angeblich hohen Kosten. Betrachtet man jedoch das Angebot, lässt sich dies leicht widerlegen. Es besteht natürlich die Gefahr, bei der Auswahl eines CMS in die Feature-Overkill-Falle zu tappen. Das treibt die Kosten dann tatsächlich kräftig in die Höhe. Ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für ein CMS ist in jedem Fall dessen Skalierbarkeit.

Ein weiteres Kriterium für die Auswahl eines CMS ist die vorhandene Ausgangslage. Es macht einen Unterschied, ob mit einer vorhandenen Site auf eine CMS umgestiegen werden soll, oder ob bei Null angefangen werden kann.

Im ersten Fall spielen Kriterien wie Importschnittstellen und Migrationsoptionen eine entscheidende Rolle, während man bei einem völligen Neustart Site-Konzeption und Content-Management-System optimal aufeinander abstimmen kann und bei der Auswahl wesentlich mehr Optionen hat.

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