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Microsoft ruft zum Kampf gegen Software-Piraterie auf

03.12.2009 | 11:56 Uhr |

Microsoft hat zur weltweiten Bekämpfung von Software-Piraterie aufgerufen. Zum "Consumer Action Day" wurden weltweit 70 Aktionen zum Schutz der Verbraucher vor Raubkopien gestartet.

Unter dem Namen "Consumer Action Day" hat Microsoft am Donnerstag weltweit insgesamt 70 Initiativen gestartet, deren Ziel die Bekämpfung von Softwarepiraterie ist. Damit sollen Verbraucher besser vor Raubkopien geschützt werden, indem ihr "Bewusstsein für die Gefahren, die von gefälschter und raubkopierter Software ausgehen" geschärft wird, wie es seitens Microsoft heißt.

Den Schätzungen von Microsoft zufolge, sind auf über 40 Prozent aller Rechner weltweit gefälschte oder unlizenzierte Software installiert. In Deutschland sorgt Microsoft mittels der " Genuine Software Initiative " für Aufklärung bei den Kunden, Händlern und Verbrauchern.

Laut Angaben von Microsoft konzentriert man sich beim Kampf gegen Softwarepiraterie auf die drei strategischen Bereiche Aufklärung, Entwicklung und Strafverfolgung. "Wichtig ist dabei, dass langfristig das Bewusstsein für den Wert geistigen Eigentums geschärft wird", so Microsoft.

Die Website der "Genuine Software Initiative" wurde laut Microsoft allein in diesem Jahr tausende Male von Verbrauchern genutzt, um Microsoft auf gefälschte Software hinzuweisen. Diese Hinweise hätte zu zahlreichen Strafprozessen gegen Softwarepiraten auf der ganzen Welt geführt.

"Die Verbraucher erwarten von uns, dass wir gegen Softwarepiraten aktiv vorgehen", so Dr. Swantje Richters, Rechtsanwältin der Microsoft Deutschland GmbH. So weist die Rechtsanwältin auch auf einen Fall hin, bei dem ein Kunde auf einer Auktionsplattform Windows 7 Ultimate erworben hatte und sich unsicher darüber war, ob es sich um ein Originalprodukt handelt. Dr. Swantje Richters: "Als der Kunde die Software daraufhin bei unserem PID-Service einreichte, wurde er innerhalb von einem Tag benachrichtigt, dass es sich um eine Fälschung handelt. Er erhielt daraufhin von uns ein kostenloses Ersatzprodukt."

Microsoft weist außerdem darauf hin, dass Softwarepiraten oft gefälschte Software mit Malware, Spyware und Viren verbreiten und warnt: "Häufig stecken hinter Fälschungen und Raubkopien große kriminelle Syndikate, die neben raubkopierten CDs auch sogenannte Botnets einsetzen, um ihre illegalen Internetgeschäfte zu betreiben."

Das deutsche Anti-Piracy-Unternehmen Media Surveillance habe kürzlich hunderte von Windows-Raubkopien heruntergeladen und festgestellt, dass 32 Prozent davon mit Malware infiziert waren.

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