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Telekom-Tochter kauft bei Konkurrenz ein

26.08.2008 | 14:33 Uhr |

Kurios: Eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Telekom will Leitungen der Telekom-Konkurrenz nutzen, weil diese preiswerter seien als die Leitungen des eigenen Mutterkonzerns.

Die Deutsche Telekom hält 100 Prozent an dem Unternehmen Congstar. Congstar verkauft online Handytarife und DSL-Anschlüsse, auch Komplettpakete aus DSL-Anschluss, DSL-Flatrate und Telefonie-Flatrate gibt es bei Congstar. Eigentlich ist es naheliegend, das Congstar bei seinen Internetanschlüssen auf das Netz der Deutsche Telekom zurückgreift. Zudem wird immer wieder gemunkelt, dass man, wenn man von der T-Com zu Congstar wechselt, eher in den Genuss des neuen Anschlusses kommt, als wenn man zu 1&1, Freenet oder Alice wechseln will. Doch die Familienbande scheinen nicht immer so eng zu sein, wie jetzt die Financial Times Deutschland berichtet.

Demnach wolle Congstar künftig Leitungen auch über die Netze der Telekom-Konkurrenz schalten. Es seit wichtig, "Angebote zu wettbewerbsfähigen Preisen" im hart umkämpften DSL-Markt anbieten zu können, wie die FTD Congstar zitiert, und fährt fort: "Um diese Preise wirtschaftlich realisieren zu können, werden wir noch in diesem Jahr mit weiteren Vorleistern zusammenarbeiten."

Congstar würde deshalb mit dem Netzanbieter QSC verhandeln und auch über eine Zusammenarbeit mit Telefónica, O2 und Vodafone/Arcor soll verhandelt werden.

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