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Auch die Bundeswehr ist verwurmt

16.02.2009 | 16:04 Uhr |

Der Conficker-Wurm macht auch vor dem Militär nicht halt. Nach französischen und britischen Streitkräften muss sich nun auch die Bundeswehr mit dem weit verbreiteten Schädling auseinander setzen.

Der Conficker-Wurm zieht weiter seine Kreise und befällt dabei auch militärische Netzwerke. Am Abend des letzten Freitags hat ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin mitgeteilt, dass auch einige Dienststellen der Bundeswehr von dem Schädling betroffen seien. Deren Netzwerke seien vom Bundeswehrnetz getrennt worden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Der auch als "Downadup" oder "Kido" bekannte Schädling soll mehrere hundert Bundeswehrrechner befallen haben. Das CertBw (IT-Notfallteam der Bundeswehr) sowie der IT-Dienstleister der Bundeswehr, die BWI Informationstechnik GmbH , arbeiten nach Angaben des Ministeriumssprechers an der Desinfektion der befallenen Systeme.

Bereits im Januar hatte auch die französische Marine einräumen müssen, dass ihr Intranet mit dem Conficker-Wurm verseucht war. Das britische Verteidigungsministerium hatte einem Bericht der BBC zufolge ebenfalls einen Wurmbefall in militärischen Einrichtungen gemeldet, allerdings wurde der Name des Wurms nicht genannt.

Eine internationale Koalition von IT- und Internet-Firmen , darunter Microsoft, AOL, Symantec sowie die Internet-Verwaltung ICANN und einige Domain-Registrare hat dem Conficker-Wurm inzwischen den Kampf angesagt. Microsoft hat ein Kopfgeld von 250.000 US-Dollar auf die Hintermänner des Schädlings ausgesetzt.

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