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Comtech-Mitarbeiter verzweifelt

07.03.2003 | 10:08 Uhr |

Das Schicksal von Comtech ist weiterhin ungewiß. Mutmaßungen über eine massive finanzielle Schieflage gibt es im Markt bereits seit Wochen. Gestern wurde zudem bekannt, dass in einigen Niederlassungen der PC-Kette die Warenbestände ohne Wissen der Filialleiter ausgeräumt wurden. Doch die Mitarbeiter warten immer noch vergeblich auf eine Stellungnahme des Managements - und auf ihr Gehalt.

Das Schicksal von Comtech ist nach einem Bericht von Computerpartner weiterhin ungewiß. Mutmaßungen über eine massive finanzielle Schieflage gibt es im Markt bereits seit Wochen, in einem anonymen Schreiben wird Michael Märtens, Inhaber und Gechäftsführer des Mutterhauses Trend-e-pak, schwer beschuldigt. Gestern wurde zudem bekannt, dass in einigen Niederlassungen der PC-Kette die Warenbestände ohne Wissen der Filialleiter ausgeräumt wurden (PC-WELT berichtete).

Dennoch verweigert Märtens bislang jeden Kommentar zur aktuellen Lage. "Es kam lediglich eine Mail von seiner Assistentin", berichtet ein Comtech-Mitarbeiter. "Sie hat sich für die mangelnde Kommunikation entschuldigt und zugesichert, man werde künftig zumindest die Gebietsleiter vorab über geplante Aktionen informieren."

Glauben schenken die Mitarbeiter solchen Aussagen nicht mehr. Man zeigt sich vielmehr entsetzt über die Vorgehensweise des Managements: "Die Zentrale hat bestätigt, dass Tübingen dicht gemacht wird. Damit hat keiner gerechnet", so ein Kollege. Der Mietvertrag für die Filiale laufe zwar im April aus, doch es sei immer nur die Rede von einem Umzug gewesen.

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