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Computex: Grafikchiphersteller XGI zeigt PCI-Express-Lösung

02.06.2004 | 14:41 Uhr |

Einen Kartenturm hat XGI konstruiert, um für seine aktuellen AGP-Grafikchips eine PCI-Express-Lösung anbieten zu können.

Einen Kartenturm hat XGI konstruiert, um für seine aktuellen AGP-Grafikchips eine PCI-Express-Lösung anbieten zu können. Die untere Karte im Bild fungiert als PCI-Express-AGP-Bridge, die scheinbar so heiß wird, dass sie eine aktive Kühllösung benötigt. Auf die Bridge-Karte kommt dann die AGP-Grafikkarte - mit Sicherheit keine wirklich praktikable Lösung.

Daneben hat XGI erste Details zu seinen neuen Grafikchips, Codename XG45 und XG47, verraten, die PCI Express von Haus aus unterstützen werden. Der XG45 soll in Sachen 3D-Leistung der Radeon 9800 XT von ATI Paroli bieten. Die High-end-Version des XG45 wird über einen 192 Bit breiten Speicherbus verfügen - derzeit bieten die Grafikschmieden maximal 128 Bit an. Vom XG47 war lediglich zu erfahren, dass er den Grafikspeicher auf eine völlig neue Art und Weise anbinden soll. Laut XGI sollen Vorserienkarten mit den neuen Chips gegen Ende des Jahres im PC-WELT-Testcenter eintrudeln.

Unbefriedigend bleibt nach wie vor die Verfügbarkeit von Karten mit XGI-Chips. Bester Beleg: Bis jetzt haben wir noch keine Serienkarten zum Test erhalten - angesichts der schwachen Testergebnisse (Test: V8 Ultra ) ist das allerdings auch nicht weiter verwunderlich. Möglicherweise ist das auch die Erklärung dafür, dass Club 3D seine XGI-Kartenfamilie bereits wieder auslaufen lässt, bevor der Verkauf überhaupt erst richtig begonnen hat. Die schwache 3D-Leistung der Karten und die noch stark verbesserungsbedürftigen Treiber dürften hier wohl den Ausschlag gegeben haben. Immerhin: Noch im XGI-Boot sitzen Abit und Chaintech sowie zwei weitere taiwanische Hersteller, die nur an Systemintegratoren liefern.

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