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Computerveteran "Zuse 22" brummt jetzt im Karlsruher Museum

Der legendäre Großrechner Z 22 hat es ins Kunstmuseum geschafft: Der nach seinem Erfinder Konrad Zuse (1910- 1995) benannte Computer wurde am Mittwoch als Dauerleihgabe des Landes Baden-Württemberg dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe überlassen.

Der Z 22 gilt als der älteste, noch voll funktionsfähige und originalgetreu erhaltene Röhrenrechner der Welt. Der 1,5 Tonnen schwere Koloss, der einst in der Fachhochschule Karlsruhe seinen Dienst leistete und dort zuletzt stand, wurde 1957 gebaut und ist inzwischen Kulturdenkmal.

"Es ist eine in der Tat historisch sehr wichtige Maschine", sagte der Sohn des Computer-Erfinders, Horst Zuse, bei der Übergabe im ZKM . "Das ist die Maschine, die in den deutschen Hochschulen die EDV eingeführt hat."

ZKM-Chef Peter Weibel freute sich über das bedeutende Exemplar der Computergeschichte. Im ZKM, das Medienkunst präsentiert und erforscht, hat die "Zuse" einen prominenten Platz direkt am Eingang.

Von der Berechnung optischer Linsen bis hin zur Statik eines Turms: "Das geniale an Zuses Idee ist: Die Maschine ist frei programmierbar", sagt Johannes Baumann, der mit seinem Kollegen Helmut Kammerer seit mehr als drei Jahrzehnten den Rechner am Leben hält. Bis 1971 wurde "Zuse" an der Fachhochschule Karlsruhe für die Ausbildung im Programmieren eingesetzt.

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