Computerspiele fördern Intelligenz und Gedächtnis

Samstag den 30.09.2006 um 13:59 Uhr

von Michael Söldner

Mit Computerspielen lassen sich unter anderem Kreativität und Anpassungsfähigkeit an neue Aufgaben, schnelleres Erfassen von vielschichtigen Vorgängen und die eigene Gedächtnisleistung trainieren. Neue Studie belegt einmal mehr positive Effekte von Computerspielen.
Die maßvolle Beschäftigung mit Computerspielen kann die Intelligenz und das Gedächtnis fördern. Dies fand Dr. Siegfried Lehrl, Akademischer Direktor der Psychiatrischen Klinik Universität Erlangen-Nürnberg und Vorsitzender der Gesellschaft für Gehirntraining , heraus. Er bewertete im Auftrag von Gamesload 30 Spiele verschiedener Genres hinsichtlich ihres Nutzens für die geistige Leistungsförderung. Zusammenfassend stellt Lehrl dabei fest, dass neben Spiel, Spaß und Spannung auch immer Leistungsanforderungen wie Reaktionsschnelligkeit und räumliches Orientierungsvermögen vom Spieler gefordert werden. Dies kann sich auch positiv auf das reale Leben auswirken.

So fördert beispielsweise Mah Jong Quest Deluxe die mentale Fitness. Eine Runde Mah Jong am Computer bringt geistig in Schwung und erleichtert es dem Spieler, wichtige und komplexe Aufgaben des Alltags in Angriff zu nehmen. "Wer täglich fünf Minuten Mah Jong spielt, behält auch beim unübersichtlichen Terminkalender des Chefs den Überblick", resümiert Lehrl. Genres wie Simulationen fordern hingegen vom Spieler logisches Denken und strategische Planung. Laut der Untersuchung ermöglichen derartige Spiele durch die detaillierte Auseinandersetzung mit neuen Wissensgebieten und Lebensbereichen eine höhere Effizienz bei der Anwendung von Intelligenz auf Alltagsaufgaben und -probleme.

Lehrl stuft dabei 27 von 30 getesteten Spielen als Intelligenz- und Gedächtnisförderer ein. Dies bedeutet, dass das regelmäßige Zocken von Anno 1503, Darkstar One oder Der Verkehrsgigant mit einer Erhöhung der Informationsverarbeitung und der Merkspanne einhergeht und die geistige Flexibilität und das intelligente sowie das mechanische Lernen fördern kann. „Voraussetzung ist aber immer das maßvolle Spiel. Wer täglich viele Stunden allein am Computer spielt, fördert damit sicherlich nicht den Geist, sondern die eigene Vereinsamung“, so Lehrl. „Das Computerspiel kann nicht die Erfahrungen in der Realität ersetzen. Es kann aber Lerneffekte auslösen, die - richtig umgesetzt - bei der Bewältigung des Alltags
hilfreich sein können."

Samstag den 30.09.2006 um 13:59 Uhr

von Michael Söldner

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