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Computer kleidet Soldaten

25.03.2001 | 05:39 Uhr |

Mobile Assistant IV TC heißt das neueste, im wahrsten Sinne des Wortes tragbare Computermodell von Xybernaut. Das 900 Gramm leichte Gerät ist ein vollwertiger PC mit Pentium-III-Prozessor und einer 32 GB Festplatte, kann aber am Gürtel getragen werden. Ein Headset vereinigt Mini-Farbmonitor, Mikrofon, Kopfhörer und bei Bedarf auch noch eine Digitalkamera. Es wird nicht nur in der Industrie eingesetzt, sondern auch in der Armee.

Mobile Assistant IV TC heißt das neueste, im wahrsten Sinne des Wortes tragbare Computermodell von Xybernaut. Das 900 Gramm leichte Gerät ist ein vollwertiger PC mit Pentium-III-Prozessor und einer 32 GB Festplatte, kann aber am Gürtel getragen werden. Ein Headset vereinigt Mini-Farbmonitor, Mikrofon, Kopfhörer und bei Bedarf auch noch eine Digitalkamera.

Einsatzbereich des Gerätes sind alle Arbeiten, bei denen man die Hände anderweitig benötigt, sei es im Labor, bei der Inspektion von Flugzeugen oder als Soldat. Noch in diesem Sommer sollen die tragbaren Computer auch für Privatleute erhältlich sein, in einigen Jahren sogar für Normalverbraucher erschwinglich.

Wie sich die High-Tec in unsere Bekleidung integrieren lässt, untersucht heute bereits das Klaus Steilmann Institut für Innovation und Umwelt in Bochum. versucht solche Minicomputer oder gewöhnliche Organizer in modisches und tragbares Outfit zu integrieren. Auf einer improvisierten Modeschau am Rande der CeBIT waren unter anderem das "Solarjacket" mit integriertem GPS und GSM zu sehen, das eine automatische Positionsbestimmung und -weitergabe möglich macht - ein ideales Kleidungsstück für umtriebige Kinder.

Viel Beachtung findet ein "Communication Jacket", das zusätzlich noch einen Palm Organizer integriert. Gegen durch so viel elektrische Ausrüstung verursachter Elektrosmog hilft die Kleidung gleich selbst: Sogenanntes Silvertex-Gewebe reduziert die innerhalb der Textilien herrschenden elektrischen Felder.

Nach Angaben des Xybernaut-Präsidenten Tod Rehm hat das amerikanische Militär die Entwicklung eines "wearable computer" über Jahre mit insgesamt rund 100 Millionen Mark gefördert. Im vergangenen Jahr liefen im Rahmen des US-Projektes "Future Integrated Soldier Technology (FIST)" zwei Test mit Soldaten, zuletzt im November 2000 im Rahmen einer 14-tägigen Übung unter Einsatzbedingungen auf Zypern.

Mit Hilfe eines GPS-Moduls wird die Position jedes Soldaten alle 15 Sekunden bestimmt und ein Funkmodem mit zwei Kilometer Reichweite an seine Mitstreiter und Vorgesetzten weitergeleitet. Der Soldat sieht seine eigene Position und die seiner Kameraden in einer elektronischen Geländekarte, die automatisch an seine Blickrichtung angepasst wird. In die Karte eingezeichnet findet er auch den von ihm zurückgelegten Weg. (PC-WELT, 25.03.2001, kk)

http://www.xybernaut.de

http://klaus-steilmann-institut.de

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