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Computer-System des Bundestags auf Linux umgestellt

Das Computer-Sytem des Deutschen Bundestags ist komplett auf das freie Betriebssystem Linux umgestellt worden.

Das Computer-Sytem des Deutschen Bundestags ist komplett auf das freie Betriebssystem Linux umgestellt worden. Das teilte der Bundestag am Freitag in Berlin mit. Der Ältestenrat hatte im März 2002 beschlossen, für die mehr als 100 Server im Parlament nicht auf ein Windows-System von Microsoft zu setzen, sondern Linux zu verwenden. Linux ist eine "Open Source Software", bei der der Quellcode des Programms nicht nur eingesehen, sondern auch verändert werden kann. Damit können Linux-Anwender gewünschte Änderungen im Betriebssystem selbst vornehmen, ohne auf eine aktuelle Version des Herstellers warten zu müssen.

Von 2003 an seien die rund 5000 Arbeitsplatz-Computer in den Abgeordnetenbüros und in der Verwaltung schrittweise zunächst vom Betriebssystem Microsoft Windows NT 4 auf seinen Nachfolger Windows XP migriert worden. Danach wurde auf den Servern Linux installiert.

"Durch die Umstellung entsprechen wir immerhin als erstes Land Europas den selbst gesetzten Zielen einer Nutzung von offenen Standards. Ich gehe davon aus, dass die Innovationsfreude Deutschlands in diesem Bereich bald Nachahmer finden wird", sagte die Vorsitzende der Kommission des Ältestenrats für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken, Susanne Kastner.

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