02.02.2007, 11:10

Christian Löbering

Composite Applications senken Integrationskosten

Auch ohne eine voll ausgebaute Service-orientierte Architektur (SOA) können Unternehmen Composite Applications nutzen, um heterogene IT-Strukturen in den Griff zu bekommen.
Zu diesem Schluss kommt das US-amerikanische Marktforschungs- und Beratungshaus Aberdeen Group in einer aktuellen Studie. Composite Applications bestehen aus Logik und Daten aus unterschiedlichen Quellsystemen. Sie orientieren sich in der Regel an gängigen Web-Services-Standards wie XML, SOAP und den zahlreichen Spezifikationen, die mit dem Kürzel "WS-" beginnen. Zwar ist das grundsätzliche Konzept nicht ganz neu; doch im Zuge der Diskussionen um SOA erscheinen zusammengesetzte Anwendungen in einem neuen Licht.
Rund 40 Prozent ihres IT-Budgets geben Unternehmen durchschnittlich für Anwendungsintegration aus, erläutern die Autoren die Hintergründe. In Service-orientierte Architekturen sähen viele einen Weg, Integrationsprobleme besser in den Griff zu bekommen. Zwar werde SOA häufig als breit angelegtes Konzept verstanden, das unter anderem Geschäftslogik, Integrations- und Legacy-Techniken einschließt. Doch die meisten Organisationen steckten noch nicht tief genug im Thema, um eine umfassende SOA einrichten zu können. Stattdessen entwickelten sie Composite Applications, um schneller auf wechselnde Anforderungen der Fachabteilungen reagieren zu können.
Eine voll ausgebaute SOA sei dazu gar nicht erforderlich, argumentieren die Analysten. Vielmehr habe die Studie gezeigt, dass Anwender schon in einem frühen Stadium der SOA-Einführung zusammengesetzte Anwendungen auf Basis etablierter Standards erstellen. Neben einem geringeren Integrationsaufwand brächten diese weitere Vorteile. So verkürzten sich die Einführungszeiten neuer Anwendungen, Geschäftsprozesse ließen sich einfacher verändern.
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