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Commwarrior in Deutschland gesichtet

23.06.2005 | 09:29 Uhr |

Der Commwarrior-Wurm verbreitet sich über Bluetooth und auch per MMS von Handy zu Handy.

Der Antivirus-Hersteller F-Secure meldet die Sichtung des Handy-Wurms "Commwarrior" nun auch in Deutschland. Damit ist Deutschland das zwölfte Land, in dem mit Commwarrior infizierte Mobiltelefone entdeckt werden. Es handelt sich zwar jeweils um Einzelfälle, es muss jedoch eine gewisse Dunkelziffer geben. Anders ist nicht zu erklären, dass sich der Wurm überhaupt ausbreiten kann. Dies geht allerdings sehr langsam, der Wurm ist immerhin bereits seit Anfang März bekannt ( wir berichteten ).

Commwarrior ist ein Wurm, der auf Mobiltelefonen mit dem Betriebssystem Symbian OS Serie 60 funktioniert. Dazu zählen unter anderem etliche Nokia-Handys. Commwarrior verbreitet sich als Installationsarchiv mit zufällig generierten Dateinamen, die Dateiendung ist stets ".SIS". Die Verbreitung erfolgt sowohl über die Bluetooth-Schnittstelle an Geräte in der näheren Umgebung als auch über Multimedia-Mitteilungen (MMS) weltweit. Die MMS-Verbreitung erfolgt im Gegensatz zu Bluetooth stets mit dem Dateinamen "commw.sis".

Eigentlich sind MMS nur für Audio-, Bild- und Videodateien gedacht, können jedoch Dateien beliebigen Formats transportieren. Die Mitteilungen, die von Commwarrior verschickt werden, enthalten einen von mehreren vordefinierten Texten, die das Installationsarchiv als Antivirus-Programm, Handy-Spiel, Erotik-Software oder auch als System-Update ausweisen sollen.

Bislang wurden Infektionen mit Commwarrior laut F-Secure in folgenden Ländern entdeckt:
Irland, Indien, Oman, Italien, Philippinen, Finnland, Griechenland, Südafrika, Malaysia, Österreich, Brunei und nun auch Deutschland.

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