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Comeback: SP1 für Windows XP wird Java enthalten

19.06.2002 | 14:38 Uhr |

Das gegen Microsoft anhängende Kartellverfahren macht den Software-Tiger immer mehr zu einem handzahmen Kater. Darauf deuten nicht zuletzt die in der jüngsten Vergangenheit getroffenen Entscheidungen der Redmonder vor allem bezüglich des Service Pack 1 für Windows XP hin. Neueste Entscheidung: im Service Pack 1 von Windows XP wird wieder die Java Virtual Machine (JVM) enthalten sein und von Windows XP unterstützt werden.

Das gegen Microsoft anhängende Kartellverfahren macht den Software-Tiger immer mehr zu einem handzahmen Kater. Darauf deuten nicht zuletzt die in der jüngsten Vergangenheit getroffenen Entscheidungen der Redmonder vor allem bezüglich des Service Pack 1 für Windows XP hin. Neueste Entscheidung: im Service Pack 1 von Windows XP wird wieder die Java Virtual Machine (JVM) enthalten sein und von Windows XP unterstützt werden.

Im Juli 2001 hatte Microsofts Entscheidung, Windows XP nicht mit Java ausliefern zu wollen ( wir berichteten ), noch für viel Wirbel gesorgt. Microsoft gab damals "geschäftliche Gründe" als Grund für die Entscheidung an. Hintergrund war aber der Streit mit Sun, dem Inhaber der Lizenzrechte von Java. "Java ist eine Menge Code, den die meisten Anwender nicht brauchen", meinte damals zumindest ein Sprecher von Microsoft.

Wer Java doch brauchte, der musste bisher ein mehrere Megabyte großes Plugin herunterladen und nachträglich installieren um Windows XP die Unterstützung von Java beizubringen.

Im März 2002 folgte dann die Ankündigung von Sun, Microsoft wegen des Verzichts auf Java um eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz verklagen zu wollen (wir berichteten). Der Vorwurf: Microsoft habe sein Monopol bei Betriebssystemen zum Nachteil von Java ausgenutzt. Als Alternative bot Sun den Redmondern an, Java doch noch in Windows XP und dem Internet Explorer aufzunehmen.

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