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Microsofts Pläne für die Post-Windows-Ära

30.07.2008 | 16:41 Uhr |

Während das Internet immer mehr die Rolle eines PC-Betriebssystems übernimmt, bereitet sich auch Microsoft darauf vor, dass Client-Betriebssysteme (wie Windows) überflüssig werden. Microsoft hat bestätigt, mit "Midori" bereits mit einem Projekt beschäftigt zu sein, das sich mit einem Betriebssystem beschäftigt, das nach der Ära von Windows zum Einsatz kommen könnte.

Das seit 20 Jahren entwickelte Betriebssystem wird irgendwann nicht mehr die Ansprüche erfüllen, für die es entwickelt wurde. Das Internet spielt ebenso eine immer größere Rolle, wie auch Technologien für Virtualisierung.

Offiziell hat Microsoft noch nicht genau erklären wollen, wobei es sich bei dem Projekt mit dem Codenamen "Midori" handelt. Das Unternehmen hat bisher nur bestätigt, dass das Projekt tatsächlich existiert. Zuvor hatten die Gerüchte über dieses Projekt bereits ihre Runde im Internet gemacht.

Den Gerüchten zufolge soll es sich bei Midori um ein Internet-zentriertes Betriebssystem handeln, das auf der Idee verbundener Systeme basiert und damit weitestgehend das Problem gängiger Betriebssysteme löst, das darin besteht, dass eine lokale Anwendung Ansprüche an die lokale Hardware stellt.

Bereits jetzt können über eine Hypervisor komplette Applikationen oder Betriebssysteme in einem virtuellen Container ablaufen, wodurch keine Rolle mehr spielt, welches Betriebssystem installiert ist. Bei "Midori" könnte das Betriebssystem selbst die Rolle eines Hypervisors übernehmen, auf dem virtuelle Container von Applikationen laufen, die einfach auf andere Geräte übertragen werden können, weil keine Abhängigkeit dieser Applikationen zum Client besteht.

"Midori" soll, so heißt es, ein Ableger des Projekts " Singularity OS " von Microsoft Research sein. Analysten sind sich sicher, dass Microsoft sich mit diesem Projekt für die Zeit vorbereiten will, bei der die Menschen feststellen, dass kein Windows mehr benötigt wird. Für Microsoft werde sich dann die Frage stellen, was man tun muss, um auch nach der Windows-Ära relevant zu bleiben.

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