09.05.2012, 14:09

Benjamin Schischka

Cocorobo

Sharp baut Dialekt-sprechenden Detektiv-Staubsauger-Roboter

Staubsaugerroboter Cocorobo ©Sharp

Der Cocorobo von Sharp ist die eierlegende Wollmilchsau unter den Staubsauger-Robotern. Er funkt via WLAN Bilder aus seiner Kamera und spricht mit seinem Besitzer.
Sharp hat mit Cocorobo (RX-100) einen Allrounder-Roboter für den Haushalt angekündigt. In erster Linie ist Cocorobo zwar ein Saugroboter, der selbstständig den Boden reinigt. Dank Sensoren erkennt und umfährt er Hindernisse automatisch, sagt Sharp. Ist der Akku fast leer, fährt Cocorobo automatisch zur Ladestation und betankt sich selbst mit Strom aus der Steckdose. So weit ist alles von Staubsaugerrobotern wie dem Roomba bekannt. Zusätzlich kann der kleine Roboter aber dank WLAN und Webcam nach den Haustieren sehen, wenn man unterwegs ist. Oder im Urlaub Einbrecher auf frischer Tat ertappen. Dazu können Sie Cocorobo aus der Ferne durch die Wohnung lenken, verspricht Sharp.
Zuhause dürfen Sie den RX-100 alternativ per Sprache steuern. Auf einem Bild auf der Webseite von Sharp ist eine Frau zu sehen, die dem Roboter ein „Mach sauber!“ zuruft. Cocorobo antwortet: „Verstanden“ oder einfach „Ja“. Je nach virtueller Laune soll der Roboter seinen Antworten dabei eine andere Intonation geben.
Geplant sind außerdem Fernsteuerungs-Apps für Android und iOS. Klassisch soll aber eine normale Fernbedienung beiliegen. Wer mag, könne Cocorobo auch mit Knöpfen auf dem Roboterrücken bedienen.
Der Kernpunkt scheint jedoch die Saugfunktion zu sein, wenn man sich die Liste der Features anschaut. Sharp vergleicht den Cocorobo mit einem Delfin. Beide würden Hindernisse per Ultraschall erkennen. Das sei zuverlässiger als Infrarot. Denn Infrarot habe Probleme mit Glas und schwarzen Möbelstücken. Wenn trotzdem mal was schiefgeht bei der Navigation, ist Cocorobo mit einem Stoßdämpfer ausgerüstet.
Cocorobo soll Anfang Juni verfügbar sein. Er kann nicht nur Japanisch, sondern auch Englisch und Chinesisch. Wann und ob er nach Europa kommt, sagt Sharp nicht. Auch den Preis nennt das Unternehmen noch nicht. Witzig: Sharp betont, dass Cocorobo den japanischen Kansai-Dialekt versteht, den man in und um Osaka spricht. Dieser besitzt in Japan einen ähnlichen Stellenwert wie das Bayrische in Deutschland.
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