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Wenn IT-Bosse es nicht lassen können

14.01.2008 | 10:13 Uhr |

Viele Gründer von IT-Firmen haben sich zurückgezogen und sind danach wieder zurückgekehrt. Michael Dell und Steve Jobs sind nur zwei Beispiele, denen vielleicht auch in Zukunft Bill Gates folgen wird. Er hat jüngst seinen Rückzug angekündigt.

Etliche Unternehmen werden automatisch mit ihren Gründern in Verbindung gebracht, auch wenn diese sich bereits zurückgezogen haben. Michael Dell hat den gleichnamigen Computer-Hersteller Dell in 20 Jahren zu einem der weltgrößten Produzenten in diesem Sektor gemacht.

2004 wurde Kevin Rollins der führende Kopf des Unternehmens und Dell agierte nur noch im Hintergrund im Verwaltungsrat. Doch als der Boss weg war, reduzierten sich die Verkaufszahlen und Service-Mängel traten auf. Deshalb kehrte Dell vor einem Jahr zurück an die Spitze seines Unternehmens. Er engagierte sich vermehrt für Privatkunden und legte ein neues Geschäftsmodell vor.

Steve Jobs war es, der seinerzeit das Unternehmen Apple aufbaute. 1985 ging er nach Unstimmigkeiten und baute unterdessen die Firma Next auf. Diese wiederum verleibte sich Apple 1996 ein und Jobs beriet Apple. Seit 1997 ist er Interims-Chef. Wieder begann mit ihm der Siegeszug von Apple-Produkten wie dem iMac im Jahr 1998, dem iPod und aktuell dem Furore machenden iPhone.

Auch der Gründer des Internet-Portals Yahoo, Jerry Yang, der mit David Filo Yahoo aus dem Boden gestampft hatte, ist nach einer Pause zurückgekehrt. Es gab Differenzen bei Yahoo und so räumte Terry Semel nach langen Jahren den Chefsessel für den einstigen Gründer Yang. Vor diesem Hintergrund betrachtet, erscheint die Rückzugs-Ankündigung von Microsoft-Gründer Bill Gates in einem völlig anderen Licht. Wie lange er dem Chefsessel tatsächlich fern bleiben wird, bleibt abzuwarten.

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