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Amazon nimmt Content-Delivery-Netzwerk in Betrieb

21.11.2008 | 13:48 Uhr |

Amazon Web Services (AWS) hat seinen Content-Delivery-Service CloudFront gestartet.

Über die leistungsstarken Systeme und Leitungen von Amazon können Firmen ab sofort gegen eine Gebühr Inhalte flott an Websurfer auf der ganzen Welt ausliefern lassen. Der Service eignet sich besonders für breitbandige Anwendungen wie Videos, Musik oder umfangreiche Bildergalerien, die ohne Wartezeiten auf die Schirme der User gelangen sollen. Dafür müssen die zu streamenden oder sendenden Daten beim Storage-Service Amazon S3 abgelegt werden.

Durch die weltweit verteilten Edge-Server im Amazon-Netzwerk können Inhalte auf dem Weg durchs Internet ein Stück des Weges sparen und werden an den nächstgelegenen Knotenpunkt gesendet. Von dort aus werden die Daten an den Anwender ausgeliefert. Engpässe im Internetverkehr oder bei der Leistung des Providers werden so vermieden.

Abgerechnet wird bei Amazon CloudFront ausschließlich nach der Anzahl der Anfragen und dem tatsächlichen Transfervolumen, nicht in Form einer Monatsgebühr oder ähnlichem. Damit kann der Service sehr gut „on-Demand“ genutzt werden. So lassen sich Websites für Events, die viele Zugriffe erhalten, bei Amazon hosten und über dessen Content-Delivery-Dienst verteilen. Amazon mischt mit CloudFront in einem interessanten Markt mit, in dem sich Content-Delivery-Spezialisten wie Akamai, aber auch Netzwerkausrüster und Lösungsanbieter wie Cisco und HP tummeln. Noch handelt es sich bei dem Service von Amazon allerdings um eine Beta-Version.

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