30.04.2009, 16:12

Frank Ziemann

Cloud-Security

Panda stellt neuen Gratis-Virenscanner vor

Panda Security hat einen neuen öffentlichen Beta-Test gestartet. Panda Cloud Antivirus soll als Gratis-Tool angeboten werden und die Vorteile klassischer Virenscanner mit denen der neuen "Cloud basierten" Technik kombinieren.

Mit Panda Cloud Antivirus stellt der spanische Antivirushersteller Panda Security den ersten Gratis-Virenscanner vor, der mit der neuen Technik namens "in the cloud" arbeitet. Hierbei werden Teile der Malware-Erkennung über das Internet auf die Server des Anbieters ausgelagert. Das soll lokale Ressourcen schonen und die Reaktionszeiten auf neue Schädlinge verkürzen.
Wie schon früher vor dem finalen Start neuer Produkte veranstaltet Panda Security zunächst einen öffentlichen Beta-Test. Die für Panda Cloud Antivirus eingerichtete Website scheint allerdings bereits für die finale Version gedacht zu sein - kaum ein erkennbarer Hinweis auf einen Beta-Test. Nach Anklicken des Links "Blog für Tester" erfährt man, dass es sich um einen solchen handelt.
Um den Download des 18 MB großen Installationsarchivs zu starten, ist die Eingabe einer Mail-Adresse nötig. Die Mail-Adresse soll dazu dienen dem Tester nach Abschluss der Testphase einen kostenlosen Lizenzschlüssel zu übermitteln. Die Software ist schnell installiert und erfordert keinen Neustart. Der Virenwächter ist sofort aktiv. Er soll Viren-, Spyware- und Rootkitschutz bieten, Konfigurationsmöglichkeiten sind Mangelware.
Ein erster Test der Beta-Version zeigt allerdings, dass die Malware-Erkennung noch Verbesserungspotenzial hat. Wie Andreas Marx vom Testlabor AV-Test in Magdeburg erklärt, findet Cloud Antivirus nur etwa 80 Prozent der Viren und Würmer aus der aktuellen Wildlist-Sammlung. Hier sind 100 Prozent eigentlich Pflicht für jeden Virenscanner. Die Scan-Geschwindigkeit ist auch nicht beeindruckend.
Die Cloud-Technologie, die es bislang sonst nur in kostenpflichtigen Lösungen gibt, erfordert eine aktive Internet-Verbindung, um Informationen über verdächtige Dateien mit den Panda-Servern auszutauschen. Wer Cloud Antivirus einsetzen will, sollte daher eine DSL-Verbindung mit Flatrate oder einen vergleichbaren Internet-Zugang haben. Panda sieht Cloud Antivirus auch als Lösung für Netbook-Benutzer, da nach Herstellerangaben weniger Systemressourcen benötigt werden.
Panda will mit dem Gratis-Angebot etwas an die seine Kunden zurück geben, die mitgeholfen haben Pandas Collective-Intelligence-Netzwerk aufzubauen. Mit diesem Gemeinschaftsansatz will der Hersteller seit dessen Einführung die Erkennungsleistung verbessern, indem die Nutzer der Antivirusprogramme durch ihre Rückmeldungen dazu beitragen neue Malware zu erkennen.
Panda Cloud Antivirus ist in deutscher Sprache erhältlich und unterstützt 32-Bit-Versionen von Windows XP (Service Pack 2 oder 3) und Vista. Zu gegebener Zeit soll auch Windows 7 unterstützt werden.
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