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Citrix-Turbo für neuen Presentation Server 4.5

13.02.2007 | 07:30 Uhr |

Server-basierende Anwendungen kommen als Stream schneller auf die Desktops.

Der "Presentation Server" hat mit der Version 4.5 einige tief greifende Neuerungen erfahren. Erstmals enthält das verbreitete Produkt für Server-basierendes Computing die Technik "Application Streaming", von der bisher als Entwicklungsprojekt unter dem Code-Namen "Tarpon" die Rede war. Die Anwendungen werden dabei wie ein On-demand-Service - dem Download von Videos oder Musik ähnlich - vom Server über das Netzwerk zu den Desktops geschickt. Auf den PCs arbeiten sie in isolierten Umgebungen, und zwar auch dann noch, wenn die Netzverbindung gekappt wird. Bei einer Wiederherstellung der Verbindung werden automatisch nicht nur zwischenzeitlich eingegebene Daten abgeglichen, sondern auch Updates und Patches zu den Desktops übermittelt.

Der neue Presentation Server kommt dabei auch mit grafikintensiven Programmen zurecht. Nach Citrix-Angaben erhöht die neue Technik "Speedscreen" den Display-Durchsatz bis zu 20-fach. Für den Fall, dass es nicht so gut laufen sollte, gibt es neue Überwachungs- und Steuerungsfunktionen im Monitoring-Tool "Edgesight". Dieses misst die Performance auf Endanwenderseite und weist auf Flaschenhälse im Gesamtsystem hin. Einer ist schon beseitigt: Mit dem Presentation Server 4.5 kann ein 64-Bit-Server bis zu 500 Desktops versorgen.

Für Administratoren gibt es weitere Bonbons: Citrix verspricht, die Bereitstellung neuer Applikationen und Server erfolge "schneller als je zuvor", die Wartung der Windows-Anwendungen sei "erheblich einfacher" und überhaupt seien weniger Wochenend- und Nacht-Aktionen notwendig. Darüber hinaus betont der Anbieter Verbesserungen in puncto Sicherheit: Unter allen Umständen erhalten die Anwender nur das Applikationsszenario, das jeweils ihrem Profil entspricht. Und nicht nur in diesem können sie mit einem weiter automatisierten Single-Sign-on-Verfahren arbeiten, sondern auch über das Web mit Host-basierenden Programmen von zugelassenen Anbietern. Schließlich gibt es im "Health Assistant" neue Funktionen, die für eine kontinuierliche Überwachung des Systems sorgen und gegebenenfalls automatisch Recovery-Prozeduren starten. (Ludger Schmitz/mje)

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