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Citigroup meldet Verlust von Bändern mit Kundendaten

07.06.2005 | 13:46 Uhr |

Datenbänder mit Informationen über 3,9 Millionen Kunden gingen beim Transport verloren.

Die Citigroup verlautbart, dass in den USA Magnetbänder mit Kundendaten beim Transport verschwunden sind. Die Bänder enthalten Daten von ungefähr 3,9 Millionen Kreditkunden. Sie wurden dem Paketdienst UPS zum Transport anvertraut. UPS konnte das verlorene Paket trotz einer umfassenden Suchaktion nicht wieder auffinden.

Die auf den Datenträgern gespeicherten Kundendaten enthalten unter anderen auch die in den USA sehr wichtigen Sozialversicherungsnummern. Betroffen sind Kunden der Citifinancial, die Privatekredite vergibt, sowie des Citifinancial Retail Service, der Kreditkarten für Drittanbieter liefert.

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers der Citigroup gibt es bislang keine Erkenntnisse über einen erfolgten Missbrauch der Daten. Man habe wenig Anlass zu derartigen Befürchtungen, da diese Kunden ihre Kredite bereits erhalten hätten. Betroffene Kunden seien mit einem Newsletter über den Vorfall informiert worden. Die Citigroup will derartige Datentransporte ab Juli durch eine verschlüsselte elektronische Übertragung ablösen.

In kriminellen Kreisen sind Datenträger mit gespeicherten Kundendaten sehr begehrt ( wir berichteten ). Dadurch erhalten die Täter wertvolle Datenbestände, die sich für allerlei Missbrauch nutzen lassen. Dieser Vorfall ist nur der jüngste in einer Reihe bekannt gewordener Verluste von Datenträgern bei Banken und anderen Institutionen. Anfang dieses Monats berichteten wir über eine vermisste Festplatte der Schweizer Bank UBS.

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